Auf dem Weg zu Zero Waste als Familie mit kleinen Kindern – Nachhaltigkeit in der Familie

Habt ihr schon von Zero Waste gehört? Es ist eigentlich genau das, was der Name aussagt: Null Müll. Kein Müll. Müllfreiheit. Klingt utopisch, oder? Und das ist doch andererseits merkwürdig, oder nicht?

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Diejenigen von uns, die noch Großeltern haben, können ja spaßeshalber mal nachfragen, wie viel Müll denn vor 50, 60 oder 70 Jahren so angefallen ist. Die Antwort wird wahrscheinlich sein: „Nicht viel!“ Das ist ganz einfach erklärbar, denn ein großer Teil des Mülls, den wir täglich produzieren, ist Verpackungsmüll. Und die Plastikverpackung ist eben noch recht jung. Dafür aber leider sehr erfolgreich.

Und das ist ein Problem.

Aber kein Problem, dem man nicht irgendwie Herr werden könnte. Zero Waste jedenfalls ist ein Lebensstil, der so gut wie keinen Müll produziert – eben je nachdem wie konsequent man handelt bzw. handeln kann.

Wir sind als Familie noch weit von Zero Waste entfernt – aber wir sind auf dem Weg dahin. Und wir nehmen euch gern mit, denn wir denken, dass sich das wirklich lohnt. Um Müll zu vermeiden bzw. zu reduzieren achten wir in erster Linie darauf, Dinge zu kaufen bzw. zu konsumieren, die unverpackt sind.

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Obst und Gemüse

Obst und Gemüse lässt sich oft auch im Bioladen oder sogar im Supermarkt unverpackt einkaufen. Auch der Wochenmarkt ist eine gute Alternative. Unser Brot backen wir selbst, das Mehl lassen wir uns in einem örtlichen Bio-Laden in unsere eigenen Mehlsäcke füllen. Milch, Quark und Jogurt gibt es im Pfandglas, genauso wie Sahne und z.T. sogar Frischkäse.

Unverpackt-Läden

In den Großstädten unseres Landes entstehen immer mehr „Unverpackt-Läden“ oder Läden, die sich zumindest um ein verpackungsreduziertes Produktangebot bemühen. In solchen Läden gibt es auch Nudeln, Nüsse, Trockenobst, Müsli, Puddingpulver, Tee, Öl und viele andere Lebensmittel in großen Behältnissen, die in eigens mitgebrachte Gefäße abgefüllt werden. Oft gibt es auch Kosmetika und Reinigungsmittel, die verpackungsfrei angeboten werden.

Bio-Kisten

Auch Bio-Kisten können eine gute Alternative sein – in vielen Gegenden bieten die Bio-Lieferdienste sogar nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch Molkerei- und Fleischprodukte, sowie Mehl und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse an.

Selbermachen!

Letzten Endes bleibt noch eine weitere Alternative zum verpackten Fertigkauf: Selbermachen. Vom Brot über den Babystrampler, vom Spülmittel und Waschmittel bis zum Pektin zum Marmeladekochen: All das kann selbst hergestellt werden.

Bist du jetzt neugierig? Im Laufe des Herbstes werde ich dir zeigen, was du alles selbst herstellen kannst – ohne großen Aufwand, ohne große Kosten und doch effektiv und umweltfreundlich und vor allem mit viel Spaß!

Bist du dabei? Ich würde mich freuen!

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8 Comment

  1. Reply
    Bianka
    19. Oktober 2016 at 13:02

    Oh ja, der viele Müll… Ich bin immer wieder entsetzt was da in einer Woche zusammen kommt. Und das obwohl wir eine Biokiste beziehen und unser (weniges) Fleisch beim Schlachter vor Ort kaufen. Aber gerade bei Milch, Yoghurt und dem Hundefutter finden wir hier auf dem Dorf mit einem kleinen Discounter noch keine wirkliche Alternative. Will ich aber noch in Angriff nehmen.
    Bin gespannt auf deine Beiträge!
    Grüße
    Bianka

    1. Reply
      Ida
      19. Oktober 2016 at 20:43

      Wir sind auch noch auf dem Weg. Ich werde nach und nach mit euch ein paar Strategien und Ideen teilen, die für uns gut funktionieren. Und dann hoffe ich, dass ich euch damit weiter helfen kann.
      Aber ich freue mich natürlich auch, wenn ich von euch lernen kann! Tipps sind hier immer willkommen.

      1. Reply
        Bianka
        20. Oktober 2016 at 10:12

        Am Schlimmsten ist für mich persönlich der viele Plastikmüll…Papier und Pappe ist natürlich auch vermeidenswert, fühlt sich für mich aktuell aber nicht so schlimm an wie das viele Plastik.
        Ich bin wirklich gespannt was du noch so von euch berichtest;)
        Liebe Grüße

        1. Reply
          Ida
          20. Oktober 2016 at 12:31

          Plastikvermeidung war auch unser erster Schritt in Richtung Zero Waste und ich kann da als Informationsquelle wirklich nur den Film „Plastic Planet“ empfehlen.
          Ganz unbedenklich sind Papier und Pappe aber eben leider auch nicht, u.a. weil so viele Ressourcen verbraucht werden, um es herzustellen. Und im schlimmsten Fall stammen diese Ressourcen dann auch noch aus dem Regenwald…

  2. Reply
    Katri
    26. Oktober 2016 at 14:33

    Hallo Ida,
    wir versuchen mit unseren 3 Kindern ebenfalls müllfrei zu leben – bei uns entsteht nach wie vor noch Müll, aber wir haben ihn schon drastisch reduzieren können. Ich habe zwar keinen eigenen Blog (mir fehlt leider einfach die Zeit) aber ich instagramme unter dem pseydonym katri_anniina dazu.
    Grüsse,
    K.

    1. Reply
      Ida
      26. Oktober 2016 at 21:19

      Das schaue ich mir gern an, Inspiration kann ich immer gebrauchen. Danke!

  3. Reply
    Nicole
    1. November 2016 at 14:57

    Hallo Ida,

    da ich ein paar Tage offline und in Urlaub war, komme ich jetzt erst dazu hier wieder mit zu lesen.
    Zero Waste – ein tolles Thema 🙂
    Da gibt es soooo vieles was man im Kleinen tun kann. Jeder Schritt ist ja schon ein Schritt in die richtige Richtung 🙂
    Ob Stoffbeutel statt Plastiktasche, Joghurt & Co aus dem Pfandglas statt aus der Plastikverpackung, so viel wie möglich selber machen…ob Brot, Kuchen, Apfelmus oder, oder, oder.
    Bin gespannt was zu dem Thema noch kommt 🙂

    Liebe Grüße

    1. Reply
      Ida
      6. November 2016 at 21:35

      Ich bin selbst auch gespannt, wie sich das Thema bei uns weiter entwickelt.Und ich bin immer offen für Tipps und Anregungen!

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