Wie ist es eigentlich katholisch zu sein?

Ich bin in der katholischen Diaspora geboren und aufgewachsen – einem Gebiet also, in dem Katholiken in der Minderheit sind. Und obwohl ich im Erwachsenenalter in verschiedenen Orten, Gegenden und Ländern gelebt habe, bin ich irgendwie immer in der Diaspora geblieben. Das hat mich einiges gelehrt. Unter anderem, dass es viele Menschen gibt, die sich gar nicht so richtig vorstellen können, wie es eigentlich ist, katholisch zu sein.

Geht dir das auch so?

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Im Internet gibt es viele Katholiken, dennoch würde ich auch das Internet als eine Art katholische Diaspora bezeichnen. Und aus diesem Grund möchte ich die Gelegenheit am Schopfe packen und euch eine neue Artikel-Serie vorstellen:

Wie ist es eigentlich katholisch zu sein?

Hört sich erstmal irgendwie seltsam an, nicht wahr? So ein bisschen wie „Wie ist es eigentlich mit Neurodermitis zu leben“. Oder so. Ganz so seltsam bleibt es aber nicht. Mir werden im Alltag immer wieder ähnliche Fragen gestellt, an denen ich mich orientieren möchte.

Oft werde ich gefragt, was den katholischen Glauben denn eigentlich vom evangelischen unterscheidet. Warum Katholiken nach einer Scheidung nicht erneut kirchlich heiraten dürfen. Warum die Kirche keine künstlichen Verhütungsmittel erlaubt. Warum Frauen keine Priester werden dürfen. Was eigentlich an Maria so besonders ist. Und warum die Kirche auch im 21. Jahrhundert noch für Enthaltsamkeit vor der Ehe plädiert.

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Verschiedene Fragen begegnen mir immer wieder

Das sind in erster Linie theologische Fragen. Ich werde aber auch gefragt, ob ich am Sonntag die Wäsche waschen darf, ob ich am Sonntag immer Kleider oder Röcke trage, was für Bücher ich meinen Kindern vorlese, wie ein religiöser Tagesablauf aussehen kann und ob ich aus religiösen Gründen mit meinen Kindern zu Hause bleibe.

Fragen wie diese, aber auch Anekdoten aus unserem Familienalltag werde ich nutzen, um euch einen Eindruck zu geben davon, was es heißen kann katholisch zu sein. Im 21. Jahrhundert.

Habt ihr Fragen, denen ich mich widmen soll? Themenwünsche oder Anekdoten, die ihr mit anderen teilen möchtet? Schreibt mir! Ich freue mich.

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0 Comment

  1. Reply
    natuerlichjesus
    13. Juli 2016 at 10:44

    Das war zu früh abgesendet…
    Ich bin sehr gespannt was kommt und freue mich auf deine Berichte ☺
    In meiner Entwurfskiste schlummert so etwas ähnliches. Wobei wir die Konstellation haben, dass ich katholisch bin und meine bessere Hälfte zwar katholisch ist und an Gott glaubt, aber aus der Kirche ausgetreten ist 😉

    1. Reply
      Ida
      13. Juli 2016 at 11:03

      Ich zeige in der Artikelserie, dass Glaube mitten im Alltag stattfindet – es ist also keine Anleitung zur Gestaltung religiöser Feste oder Kommunionkerzen oder ähnliches, sondern zeigt bspw. welche Rolle der Glaube in der Kindererziehung spielt, in Konsumfragen, Umweltthemen.
      Natürlich spielt aber der ganz normale religiöse Familienalltag AUCH eine Rolle. Wobei ich darüber aber auch schon geschrieben habe, ich will das nicht zu doppelt machen.
      Schön, dass du dich so freust!

  2. Reply
    Susanna
    13. Juli 2016 at 14:37

    Hallo Ida, ich bin gespannt auf dieses Thema. Auch ich bin katholisch und habe auch dieses oder jenes Erlebnis. Heute erst habe ich mich zu meinem Glauben bekannt, als es darum ging, dass die Katholiken ja ein mörderischer Verein wären. Damals in der Inquisition und überhaupt haben viele das Schwert erhoben um für den Glauben zu kämpfen. Da blieb mir buchstäblich die Spucke weg und ich fragte ganz leise – ob der Fragende wüsste, dass das ja schon hunderte von Jahren her ist – so werden in der Diaspora die Katholiken bis heute gesehen. Unglaublich oder?

    1. Reply
      Ida
      13. Juli 2016 at 20:21

      Ich muss über solche Anekdoten mittlerweile immer sehr schmunzeln. Oft hilft es freundlich und doch schlagfertig zu reagieren.
      Ich denke, die meisten Menschen meinen solche Äußerungen gar nicht böse – sie denken nur einfach nicht besonders intensiv über dieses Thema nach (ganz offensichtlich). Und offenbar wissen sie ja auch nicht besonders viel über den katholischen Glauben.
      Das ist zwar einerseits schade und auch verletzend – aber ich mag mich davon nicht runterziehen lassen.
      Humor hilft immer. Notfalls Galgenhumor!

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