Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder…

Manchmal könnte ich verrückt werden – das Essen ist gekocht und steht dampfend auf dem Tisch oder die Zeit drängt und ich habe schon alle Jacken, Mützen und Schuhe bereit gelegt. Aber meine Kinder gehen so gar nicht auf meine Eile ein.

Ganz gelassen stehen sie da und bauen einen Turm aus Bauklötzen. Oder einen Stall für ihre Holztiere. Oder sie müssen unbedingt genau jetzt noch ein Bild fertig malen. Dabei bin ich doch gerade so unter Zeitdruck!

Alle Zeit der Welt

Aber unter Zeitdruck bin eben nur ich. Und nicht meine Kinder. Kinder-Zeit ist so anders als Erwachsenen-Zeit. Sie ist wie eine unerschöpfliche Quelle, während unsere immer knapp ist.

Self Care Me Time Selbstfürsorge Work life Balance Kinderkunst

Ich liebe es, meine Kinder beim Spielen zu beobachten. Nicht unbedingt, wenn ich in Eile bin – aber doch meistens. Ich bewundere ihre Ideen, ihre Konzentration, ihre Beharrlichkeit, ihre Fantasie. Ich finde es spannend zu beobachten, welche Themen sie gerade beschäftigen. Und wie sie damit umgehen.

Und jetzt? Unter Zeitdruck?

Jetzt, mitten im Stress, muss ich an ein Bibel-Zitat denken:

Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.

~ Matthäus 18,3

Ich hole tief Luft. Werden wie die Kinder. Wie meine Kinder. Wie meine Kinder, die hier ganz selbstvergessen spielen, obwohl wir doch los müssen. Oder das Essen kalt wird.

Und was heißt das jetzt?

Soll ich jetzt auch eine Höhle bauen oder ein Schiff aus Bauklötzen? Soll ich mich auf den Boden legen und ein Bild malen? Oder mindestens 30 verschiedene Socken übereinander ziehen?

Zeit Gott Eile Stress

Ich glaube nicht. Aber lernen kann ich trotzdem von meinen Kindern. Die Zeit als großes Geschenk anzunehmen und nicht als den Feind, den ich überlisten muss. Mitten im Moment zu sein. Und zu bleiben. Obwohl die Zeit drängt. Geschenke anzunehmen, die Gott uns macht.

Meine Kinder sind meine Lehrmeister

Sie sind wahrhaftig – sie fragen nicht, wie sie sein sollen. Sie sind einfach sie selbst. Sie vertrauen auf diesen großen, wundersamen Gott – ganz ohne Zweifel.

Sie sind großzügig.

“Mama? Brauchen wir das noch oder können wir das jemandem geben, der nicht genug zu essen hat?” fragt mich eins meiner Kinder, als ich unseren Küchen-Schrank aufräume. Und dann haben wir gemeinsam eine Tasche gepackt, die wir der Tafel spenden wollen.

Das wollen wir jetzt regelmäßig machen.

Und ja, ich möchte werden wie meine Kinder.

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