Was für eine Welt wollen wir unseren Kindern hinterlassen?

Immer wieder höre ich von Menschen Sätze, wie

„In diese Welt kann man keine Kinder setzen!“

Und ich weiß, was sie meinen.

Ich habe aber trotzdem Kinder – und ich hoffe auch sehr, dass unsere Familie noch größer wird. Wie das? Ist das nicht unverantwortlich?

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Meine Gegenfrage an alle Pessimisten

Ich hoffe nicht. Und ich habe eine Gegenfrage: „Ist es nicht unverantwortlich (freiwillig) keine Kinder in die Welt zu setzen?“ Und ich erkläre euch auch warum.

Wir alle wissen, dass es viele schlimme Dinge in der Welt gibt: Gewalt, Terror, Armut, Hunger, Umweltkatastrophen und so viel mehr. Und es ist beängstigend sich vorzustellen, dass wir unsere Kinder in diese Welt entlassen. Dass sie irgendwann schutzlos alldem ausgeliefert sind.

Aber es gibt noch eine andere Seite der Medaille.

Jeden Tag werden in diese Welt Kinder geboren – sie alle sind unsere und auch ihre eigene Zukunft. Viele dieser Kinder werden es sehr schwer in ihrem Leben haben, sie werden Gewalt, Ungerechtigkeiten, Armut und Hunger erleiden müssen – und sie werden Hilfe brauchen. Oder vielleicht besser: Unterstützung, denn das ist weniger von oben herab.

Die Zukunft unserer Welt wird wahrscheinlich nicht rosig sein, aber wie düster würde sie erst aussehen, wenn keine neuen Menschen mehr geboren würden, die mit Werten und Idealen aufwachsen, die von ihren Familien lernen, dass es wichtig ist, sich für das Gute in der Welt einzusetzen?

Ich habe Vertrauen in unsere Kinder. Ich habe das Vertrauen, dass sie die Welt, die Menschen und die Umwelt nicht im Stich lassen werden. Dass sie sich einsetzen werden für eine gute Zukunft für alle. Und das möchte ich ihnen vorleben.

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Was für eine Welt möchte ich meinen Kindern hinterlassen?

Ich möchte meinen Kindern eine Welt hinterlassen, die eine Zukunft hat. Deswegen zeige ich ihnen, dass es wichtig ist fair zu sein – auch was Konsum betrifft. Ich zeige ihnen, dass wir unsere Umwelt, die Schöpfung, schützen müssen, indem wir verantwortungsvoll mit ihr umgehen. Ich möchte ihnen bewusst machen, dass es oft nobler ist auf Dinge zu verzichten, da der Konsumrausch und Egoismus unserer Kultur so vieles zerstört.

Ich möchte ihnen zeigen, dass Hoffnung niemals vergebens ist und dass es sich immer lohnt, sich für das Gute einzusetzen.

Wie seht ihr das?

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2 Comment

  1. Reply
    Nicole
    29. September 2016 at 20:46

    Mir geht’s genau so!
    Ich sage sehr oft „In dieser Welt möchte ich keine Kinder haben!“ Aber dann denke ich wieder, dass man Kinder kriegen sollte, um das ‚System‘ zu ändern.

    Wenn ich meine Kolleginnen über „Kita/Kiga Auflagen“ berichten (zb dass man dem Kind Körnerbrot in die Brotdose zu packen hat) frage ich mich, wer der Erziehungsberechtigte ist – der Kiga oder die Eltern des Kindes.

    Wir leben in einer komischen Zeit…

    (PS: Man kann unter „Website“ keine URL mit zwei Punkten eingeben http://www.natuerlichjesus.wordpress.com Das System denkt dann sie sei fehlerhaft )

    1. Reply
      Ida
      29. September 2016 at 22:27

      Ich persönlich bin immer vorsichtig mit Begriffen wie „System“, weil sie mir zu unscharf sind und schnell instrumentalisiert werden können, aber ich denke auch, dass wir die Hoffnung nicht aufgeben sollten.

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