Warum überhaupt Attachment Parenting?

Allerorten lese ich über bedürfnis- oder bindungsorientierte Elternschaft bzw. Attachment Parenting. Allerorten begegnen mir stillende und tragende Mütter. Allerorten höre ich von Kindern, die bei ihren Eltern im Bett schlafen dürfen, die nicht zum Essen gezwungen werden, die Stoffwindeln tragen oder sogar windelfrei sind.

Allerorten werde ich mit Attachment Parenting konfrontiert.

Aber warum überhaupt das Ganze? Was soll das überhaupt? Sind Kinder nicht früher auch anders groß geworden „und leben noch“?

Na klar. Kinder werden immer irgendwie groß. Und Kinder leben normalerweise auch immer irgendwie weiter. Und sie können auch glücklich sein und ein tolles Leben führen. Warum also dieser ganze Firlefanz?

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Kindern und Erwachsenen geht es dann am besten und sie sind dann am glücklichsten, wenn sie sichere Bindungen aufbauen können zu Vertrauenspersonen, die sie umgeben. Dann entwickeln sie sich am leichtesten und am unbeschwertesten. Eine sichere Bindung schafft das Urvertrauen, dass ihnen später hilft gut im Leben zurecht zu kommen, gut mit sich selbst und mit anderen umzugehen.

Eine gute Bindung hilft soziale Beziehungen einzugehen und zu pflegen, die Welt zu entdecken, sie selbst und andere kennen zu lernen, neugierig und wissbegierig zu sein und mit Rückschlägen und Misserfolgen umgehen zu können.

Kann Bindung verwöhnen?

Im Gegensatz zu der Überzeugung vieler zeitgenössischer Großeltern und Urgroßeltern werden Kinder durch eine sichere Bindung nicht verwöhnt oder zumindest nicht verzogen. Eine sichere Bindung fördert eben keine unflätigen Rotzlöffel sondern soziale, kommunikative und selbstbewusste Menschen.

Aus christlicher Perspektive gibt es abgesehen von psychologischen Gründen noch eine ganze Reihe weiterer Gründe, die für eine bedürfnisorientierte Elternschaft sprechen. An dieser Stelle möchte ich nur zwei kurze Bibelverse teilen, die euch vielleicht in eurem bindungsorientierten Weg bestärken können:

Und wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf.

~ Matthäus 18,5

 

Kinder sind eine Gabe des Herrn, /die Frucht des Leibes ist sein Geschenk.

~ Psalm 127,3

Was denkt ihr über bedürfnisorientierte Elternschaft und Attachment Parenting?

Mehr über Attachment Parenting erfahrt ihr auf unserer Schwesterseite.

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15 Comment

  1. Reply
    Giulia
    18. Juli 2016 at 22:36

    Hallo, ich finde eine sichere Bindung auch wichtig, habe aber das Gefühl, da muss man sich gar nicht soviel Gedanken drum machen. Ich habe nicht gestillt, nicht getragen, meine 3 Kinder schlafen in eigenen Betten, wurden/werden mit Pampers gewickelt und müssen angemessene Portionen aufessen. Ich würde sagen, wir sind uns sehr nah und sie haben eine gute und sichere Bindung. Also daran liegt es nicht. Das ist nice to have, aber nicht zwingend nötig.

    1. Reply
      Ida
      18. Juli 2016 at 22:57

      Ich glaube zwingend notwendig ist überhaupt gar nichts. Ich glaube aber auch, dass es bei Attachment Parenting um viel mehr als eine gute Bindung geht – nämlich um Dinge wie Würde, Freiheit, Respekt, Empathie und Vertrauen.
      Und das würde bspw ausschließen, Kinder zum Essen zu zwingen…

    2. Reply
      heidrun
      18. Juli 2016 at 23:55

      guilia, so ähnlich wurde ich auch aufgezogen. ich hab dann eben als erwachsene lernen müssen, was ich brauchte, denn als kind haben mir ja meine eltern das vorgeschrieben (z.b. was und wieviel essen – ich wollte gar keine torten, keine schokolade – ich hab gemüse geliebt – man hätte mich einfach machen lassen können, statt mich voll zu stopfen) und die vielen nächte in den schlaf geweint… hauptsache das kind muß, was mama und papa gut finden. ich dachte auch ich hätte bessere eltern als die hippie-kinder, weil ich dachte, meine kümmern sich besser um mich. später lernte ich, dass ich grundlegend verunsichert war, weil mir alles vorgeschrieben war, meine bedürfnisse und mein instinkt nicht zählte, während die hippie-kinder sich spürten, ihre bedürfnisse zählten. sie waren unabhängiger – aber innerlich geborgener und besser gebunden. ich war nur bedürftiger – klar, weil ich ja weniger ich selbst war. klar werden deine kinder groß und vermutlich fragen sie dich noch erwachsen um rat – weil sie ja nicht lernen, ihren bedürfnissen zu folgen und dann aus diesen raus zu wachsen. du wirst dich also immer gebraucht fühlen, als mutter ist das sicher sehr befriedigend und so sicherst du dir die aufmerksamkeit deiner kinder, du sicherst dir das kommando und du sicherst dir, dass sie sehr lange deinen rat brauchen oder ohne diesen unsicher sind. das wird dir viel bestätigung geben. die müssen sihc eltern des attachment parenting anders holen – nämlich in der mitfreude um ihre kinder, die innerlich ruhig und mit sich im frieden sind, die ihre eltern nicht mehr brauchen (aber noch genauso lieben) und die nicht um rat fragen sondern eher erzählen, was sie (ganz ohne fragen) gemacht haben. aber dafür wird es weniger heimlichkeiten geben, denn wer nicht unsicher ist, muß sich nicht verstecken oder raus reden. es hat also alles vor- und nachteile – ich finde es vorteilhaft, es nicht besser wissen wollen als die natur aus der wir sind. daher finde ihc attachment parenting besser. und in viel ehrenamtlichem engagement in schulen und mit heimkindern etc hab ich elemente desselben als fremdperson nachgeholt und das hat jeweils entwicklungssprünge gegeben. (keine angst, wenn ein kind die verpasst, kann es später alles in therapie nachholen – aber man kann’s auch gleich mit weniger innerer verletzung machen).

      1. Reply
        Ida
        19. Juli 2016 at 09:12

        Liebe Heidrun,

        Danke dass du deine Erfahrungen mit uns geteilt hast. Ich sehe vieles ähnlich wie du, mag über Giulias Erziehungsmethoden nicht urteilen. Da ich sie nicht kenne.
        Ich denke, dass es für Kinder gut ist so viel Nähe von ihren Eltern zu bekommen wie sie brauchen. Ich denke auch, dass es wichtig ist Kinder respektvoll zu behandeln – und da gehört für mich Bedürfnis-Orientierung ganz klar dazu. Außerdem beunruhigt es mich, dass Giulia schreibt, ihre Kinder müssten „angemessene Portionen“ essen – wer weiß denn besser als das Kind was angemessen ist?
        Dennoch bin ich vorsichtig damit über Giulia, ihre Erziehungsmethoden und vor allem ihre Motive zu urteilen. Weil ich sie nicht kenne…

  2. Reply
    Giulia
    18. Juli 2016 at 22:36

    Hallo, ich finde eine sichere Bindung auch wichtig, habe aber das Gefühl, da muss man sich gar nicht soviel Gedanken drum machen. Ich habe nicht gestillt, nicht getragen, meine 3 Kinder schlafen in eigenen Betten, wurden/werden mit Pampers gewickelt und müssen angemessene Portionen aufessen. Ich würde sagen, wir sind uns sehr nah und sie haben eine gute und sichere Bindung. Also daran liegt es nicht. Das ist nice to have, aber nicht zwingend nötig.

    1. Reply
      Ida
      18. Juli 2016 at 22:57

      Ich glaube zwingend notwendig ist überhaupt gar nichts. Ich glaube aber auch, dass es bei Attachment Parenting um viel mehr als eine gute Bindung geht – nämlich um Dinge wie Würde, Freiheit, Respekt, Empathie und Vertrauen.
      Und das würde bspw ausschließen, Kinder zum Essen zu zwingen…

    2. Reply
      heidrun
      18. Juli 2016 at 23:55

      guilia, so ähnlich wurde ich auch aufgezogen. ich hab dann eben als erwachsene lernen müssen, was ich brauchte, denn als kind haben mir ja meine eltern das vorgeschrieben (z.b. was und wieviel essen – ich wollte gar keine torten, keine schokolade – ich hab gemüse geliebt – man hätte mich einfach machen lassen können, statt mich voll zu stopfen) und die vielen nächte in den schlaf geweint… hauptsache das kind muß, was mama und papa gut finden. ich dachte auch ich hätte bessere eltern als die hippie-kinder, weil ich dachte, meine kümmern sich besser um mich. später lernte ich, dass ich grundlegend verunsichert war, weil mir alles vorgeschrieben war, meine bedürfnisse und mein instinkt nicht zählte, während die hippie-kinder sich spürten, ihre bedürfnisse zählten. sie waren unabhängiger – aber innerlich geborgener und besser gebunden. ich war nur bedürftiger – klar, weil ich ja weniger ich selbst war. klar werden deine kinder groß und vermutlich fragen sie dich noch erwachsen um rat – weil sie ja nicht lernen, ihren bedürfnissen zu folgen und dann aus diesen raus zu wachsen. du wirst dich also immer gebraucht fühlen, als mutter ist das sicher sehr befriedigend und so sicherst du dir die aufmerksamkeit deiner kinder, du sicherst dir das kommando und du sicherst dir, dass sie sehr lange deinen rat brauchen oder ohne diesen unsicher sind. das wird dir viel bestätigung geben. die müssen sihc eltern des attachment parenting anders holen – nämlich in der mitfreude um ihre kinder, die innerlich ruhig und mit sich im frieden sind, die ihre eltern nicht mehr brauchen (aber noch genauso lieben) und die nicht um rat fragen sondern eher erzählen, was sie (ganz ohne fragen) gemacht haben. aber dafür wird es weniger heimlichkeiten geben, denn wer nicht unsicher ist, muß sich nicht verstecken oder raus reden. es hat also alles vor- und nachteile – ich finde es vorteilhaft, es nicht besser wissen wollen als die natur aus der wir sind. daher finde ihc attachment parenting besser. und in viel ehrenamtlichem engagement in schulen und mit heimkindern etc hab ich elemente desselben als fremdperson nachgeholt und das hat jeweils entwicklungssprünge gegeben. (keine angst, wenn ein kind die verpasst, kann es später alles in therapie nachholen – aber man kann’s auch gleich mit weniger innerer verletzung machen).

      1. Reply
        Ida
        19. Juli 2016 at 09:12

        Liebe Heidrun,

        Danke dass du deine Erfahrungen mit uns geteilt hast. Ich sehe vieles ähnlich wie du, mag über Giulias Erziehungsmethoden nicht urteilen. Da ich sie nicht kenne.
        Ich denke, dass es für Kinder gut ist so viel Nähe von ihren Eltern zu bekommen wie sie brauchen. Ich denke auch, dass es wichtig ist Kinder respektvoll zu behandeln – und da gehört für mich Bedürfnis-Orientierung ganz klar dazu. Außerdem beunruhigt es mich, dass Giulia schreibt, ihre Kinder müssten „angemessene Portionen“ essen – wer weiß denn besser als das Kind was angemessen ist?
        Dennoch bin ich vorsichtig damit über Giulia, ihre Erziehungsmethoden und vor allem ihre Motive zu urteilen. Weil ich sie nicht kenne…

  3. Reply
    steffiiscooking
    19. Juli 2016 at 22:13

    Hallo zusammen, ein sehr schöner Artikel und ja , das ist genau meine Ansicht. Ich war früher auch noch sehr verunsichert, durch das Umfeld. . Heute stille ich meine beiden Kids (immer) noch , trage sie, .. und gebe ihnen u ihren Bedürfnissen (fast) allen Raum.. Um Kinder zu treffen gehen wir wöchentlich auf einen Bauspielplatz und studieren werde ich ggf zum Herbst, aber Kita oder Kinder woanders unterbringen , außer bei Papa oder mir , wird es so schnell (noch?) nicht geben. In den Kurszeiten ist Papa da u werde dann eben ggf länger studieren. Ich möchte Kompromisse schließen, um bei meinen Kids zu sein u trotzdem meinen Wunsch nach Weiterbildung nachzugehen. Für mich gehört die Entscheidung Kinder in die Welt zu setzen zusammen mit einer ganzheitlichen Umgestaltung des bisherigen Lebens… sich darauf einlassen, seine eigenen Bedürfnisse zurück stellen, .. Das macht mich glücklich und ich bin eine geborene Hausfrau und Mutter. Nicht , weil ich meine diese Tätigkeit super zu erfüllen, sondern weil ich es unendlich liebe u von mir aus könnten noch mehr Kinder kommen 🙂 Dafür leben wir doch. Um uns fortzupflanzen. Genau diese Kinder , die keine so feste u intensive Bindung genossen , haben nämlich genau hier Schwierigkeiten- seinen Gefühlen zu vertrauen u nicht von Umwelt beeinflussen lassen bzgl Erziehung, Stillen , Kita etc.. , sich auf andere Lebewesen einzustellen – oft eher Egogedanken vorhanden-( zb :mein Beruf oder Bedürfnis geht vor die Kinder , -dann hole ich sie eben erst um 18 uhr von der Kita- ich möchte ja mein Pilates nicht verpassen u danach kommt der Babysitter , denn ich will mit Freunden ins Kino u Nein? stille nicht mehr, möchte meine Bürsteform ja nicht verlieren u trinke zu gerne RotWein etc..). Kein Wunder , dass heutzutage nicht mehr so viele Kinder geboren werden. Die Ängste vor Armut möchte ich hier nicht auslassen. Aber mal ernsthaft – ich habe in Südafrika Armut erlebt u hier wird auf hohen Niveau gejammert. Da glauben sehr viele wirklich daran , dass ihnen die KonsumGüter die fehlende Bindung ersetzt.. ja , bis zum nächsten Tag, wenn die innere Lehre wieder eintritt. Bindung ist für mich DER Luxus. Dafür gehe ich gerne Umwege , vorallem um die Leute , die dem Mainstream folgen 😉

    1. Reply
      Ida
      19. Juli 2016 at 23:07

      Es ist ja glücklicherweise so, dass es zwar einen gewissen gesellschaftlichen Druck gibt, aber es eben trotzdem möglich ist anders zu leben und anders zu sein. Das ist oft unbequem, aber es ist authentisch.
      Ich gehe für meine Kinder auch gerne Umwege.

    2. Reply
      lebensmacht
      20. Juli 2016 at 20:52

      Was du hier schreibst hat mich sehr berührt. Ja, genauso sehe ich es auch! Ich habe noch keine Kinder, aber ich habe die Bedeutung zutiefst verstanden, und auch, dass genau daran die allermeisten Kinder und späteren Erwachsenen Mangel leiden. Ich glaube, dass mehr daraus in unserer Prägung folgt, als wir denken. Und das kann ich auch an mir selbst spüren. Mir fehlen komplett die „Wurzeln“, weil ich genau diese Bindung, die auch Vertrauen, Stabilität, innere Stärke schafft usw. nicht hatte. Das hat aber nicht nur mit Stillen zu tun (denn ich bin gestillt worden), sondern es geht um viel mehr …

      1. Reply
        Ida
        20. Juli 2016 at 21:35

        Das Gute ist, dass man die Entwicklung nachholen kann, die eine gute Bindung begünstigt – wenn man keine stabile Bindung hatte.
        Das geht auch noch im Erwachsenenalter.
        Aber es ist dann deutlich schwerer und zum Teil recht schmerzhaft. Ein ganz großer Lernprozess.
        Eine nicht so tolle Bindung in der Kindheit bedeutet also nicht, dass das ganze Leben verpfuscht ist. Aber eine gute Bindung sorgt dafür, dass es einem besser geht und man besser mit dem Leben zurecht kommt.
        Deshalb ist mir das bei meinen Kindern so unglaublich wichtig.

  4. Reply
    steffiiscooking
    19. Juli 2016 at 22:13

    Hallo zusammen, ein sehr schöner Artikel und ja , das ist genau meine Ansicht. Ich war früher auch noch sehr verunsichert, durch das Umfeld. . Heute stille ich meine beiden Kids (immer) noch , trage sie, .. und gebe ihnen u ihren Bedürfnissen (fast) allen Raum.. Um Kinder zu treffen gehen wir wöchentlich auf einen Bauspielplatz und studieren werde ich ggf zum Herbst, aber Kita oder Kinder woanders unterbringen , außer bei Papa oder mir , wird es so schnell (noch?) nicht geben. In den Kurszeiten ist Papa da u werde dann eben ggf länger studieren. Ich möchte Kompromisse schließen, um bei meinen Kids zu sein u trotzdem meinen Wunsch nach Weiterbildung nachzugehen. Für mich gehört die Entscheidung Kinder in die Welt zu setzen zusammen mit einer ganzheitlichen Umgestaltung des bisherigen Lebens… sich darauf einlassen, seine eigenen Bedürfnisse zurück stellen, .. Das macht mich glücklich und ich bin eine geborene Hausfrau und Mutter. Nicht , weil ich meine diese Tätigkeit super zu erfüllen, sondern weil ich es unendlich liebe u von mir aus könnten noch mehr Kinder kommen 🙂 Dafür leben wir doch. Um uns fortzupflanzen. Genau diese Kinder , die keine so feste u intensive Bindung genossen , haben nämlich genau hier Schwierigkeiten- seinen Gefühlen zu vertrauen u nicht von Umwelt beeinflussen lassen bzgl Erziehung, Stillen , Kita etc.. , sich auf andere Lebewesen einzustellen – oft eher Egogedanken vorhanden-( zb :mein Beruf oder Bedürfnis geht vor die Kinder , -dann hole ich sie eben erst um 18 uhr von der Kita- ich möchte ja mein Pilates nicht verpassen u danach kommt der Babysitter , denn ich will mit Freunden ins Kino u Nein? stille nicht mehr, möchte meine Bürsteform ja nicht verlieren u trinke zu gerne RotWein etc..). Kein Wunder , dass heutzutage nicht mehr so viele Kinder geboren werden. Die Ängste vor Armut möchte ich hier nicht auslassen. Aber mal ernsthaft – ich habe in Südafrika Armut erlebt u hier wird auf hohen Niveau gejammert. Da glauben sehr viele wirklich daran , dass ihnen die KonsumGüter die fehlende Bindung ersetzt.. ja , bis zum nächsten Tag, wenn die innere Lehre wieder eintritt. Bindung ist für mich DER Luxus. Dafür gehe ich gerne Umwege , vorallem um die Leute , die dem Mainstream folgen 😉

    1. Reply
      lebensmacht
      20. Juli 2016 at 20:52

      Was du hier schreibst hat mich sehr berührt. Ja, genauso sehe ich es auch! Ich habe noch keine Kinder, aber ich habe die Bedeutung zutiefst verstanden, und auch, dass genau daran die allermeisten Kinder und späteren Erwachsenen Mangel leiden. Ich glaube, dass mehr daraus in unserer Prägung folgt, als wir denken. Und das kann ich auch an mir selbst spüren. Mir fehlen komplett die „Wurzeln“, weil ich genau diese Bindung, die auch Vertrauen, Stabilität, innere Stärke schafft usw. nicht hatte. Das hat aber nicht nur mit Stillen zu tun (denn ich bin gestillt worden), sondern es geht um viel mehr …

      1. Reply
        Ida
        20. Juli 2016 at 21:35

        Das Gute ist, dass man die Entwicklung nachholen kann, die eine gute Bindung begünstigt – wenn man keine stabile Bindung hatte.
        Das geht auch noch im Erwachsenenalter.
        Aber es ist dann deutlich schwerer und zum Teil recht schmerzhaft. Ein ganz großer Lernprozess.
        Eine nicht so tolle Bindung in der Kindheit bedeutet also nicht, dass das ganze Leben verpfuscht ist. Aber eine gute Bindung sorgt dafür, dass es einem besser geht und man besser mit dem Leben zurecht kommt.
        Deshalb ist mir das bei meinen Kindern so unglaublich wichtig.

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