Warum ich so viele Kooperationen ablehne

Sobald ein Blog eine gewisse Reichweite erlangt hat, kommen sie: die Kooperationsanfragen. Viele Blogger nehmen sie an, andere aus Prinzip nicht – das soll aber gar nicht Gegenstand der Diskussion hier werden. Ich möchte stattdessen mein Stirnrunzeln teilen.

Über die seltsamsten Kooperationsanfragen, die ich bisher bekommen habe…

Denn viele Kooperationspartner scheinen sich in erster Linie für Zahlen, also für die Reichweite eines Blogs, zu interessieren. Allerdings nicht unbedingt für die Inhalte, die dieser Blog vertritt. Nur so kann ich mir erklären, warum ich schon Kooperationsanfragen von einem Autoersatzteile-Versand, einem Hersteller für Nahrungsergänzungsmittel oder auch von Fernsehserien-Produzenten, mit eher pädagogisch fragwürdigen Sendeformaten erhalten habe.

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Natürlich waren auch Kooperationsanfragen von Unternehmen dabei, die tatsächlich interessiert waren und deren Produkte auch wesentlich besser zu meinem Themenspektrum gepasst haben – etwa Hersteller von Kinder- oder Umstands- bzw. Stillkleidung.

Und trotzdem lehne ich nach wie vor die meisten Kooperationsanfragen ab.

Warum? Ich gehöre nicht zu den Bloggern, die glauben, dass Werbung die Botschaft eines Blogs zwangsläufig korrumpieren muss. Als Blogger habe ich es in der Hand ob und wenn welche Werbung ich auf meiner Website veröffentliche. Und es ist meine Entscheidung, wie ich meine Prioriäten setze. Denn ich habe hier ja keinen Chef.

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Meine Prioritäten sind nach wie vor ganz klar (und diesen Abschnitt richte ich jetzt bewusst nicht nur an meine Leser, sondern auch an zukünftige Interessenten für Kooperationen): Ich bewerbe Produkte nur dann, wenn sie

  1. etwas mit meinem Themen-Spektrum zu tun haben und wenn sie
  2. meinen ökologischen und ethischen Standards entsprechen bzw. wenn ich sie
  3. für sinnvoll und für einen Mehrwert für meine Leser halte.

Was das für die Praxis heißt?

Mein Themen-Spektrum erstreckt sich von Attachment Parenting über Nachhaltigkeit bis hin zu unserem katholischen Glauben. Produkte, die sich in diesem Spektrum bewegen, können also durchaus von Interesse für meine Leser, aber auch für mich selbst sein.

Allerdings nur dann, wenn sie ökologischen Standards entsprechen, also bspw. aus bio-zertifizierten Materialien hergestellt wurden, und wenn sie ethisch vertretbar sind. Das heißt für mich vor allem, dass sie fair und transparent produziert wurden.

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Treffen die oben genannten Kriterien zu, liegt mir dennoch ein dritter Punkt sehr am Herzen: Das Produkt soll sinnvoll sein. Es soll einen echten Mehrwert darstellen.

Harte Kriterien?

Finde ich gar nicht. Ich sehe Konsum kritisch und ich denke, dass wir bewusst und wenig konsumieren sollten. Wenig, aber dafür gut. Also hochwertig. Dahinter stehe ich und bin gerne bereit, meinen Lesern Produkte vorzustellen, die diesen Standards entsprechen. Andere Anfragen werde ich weiter ablehnen. Auch wenn sie lukrativ sein mögen (und ja, das sind sie…).

Wie seht ihr das? Was für Werbung gefällt euch oder seid ihr ganz gegen Werbung auf Blogs?

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3 Comment

  1. Reply
    Nicole
    2. Januar 2017 at 12:49

    Ich finde deine Einstellung echt gut.
    Vor einiger Zeit fand ich eine Bloggerin, die immer wieder Kinderspielzeug bewirbt. Die Produkte bekommt sie / ihr Kind geschenkt.
    Auf meine Frage hin, wie denn das Kind mit diesen Spielzeugbergen klar kommt, die es ja ohne ersichtlichen Grund geschenkt bekommt, kam als Antwort “Das ist doch normal!“

    Ich finde das nicht normal. Mir tun die Kinder einfach nur leid.

    Man kann das ja mal machen, aber nicht ständig. Und dann bitte bei sinnvollen, guten Produkten. Deine Kriterien finde ich daher sehr gut!

    1. Reply
      Ida
      2. Januar 2017 at 22:56

      Ich habe wirklich schon viele ganz furchtbare Kooperationen angeboten bekommen – und auch einige, die OK waren, aber die eben trotzdem nicht meinen Kriterien entsprochen haben. Ich bewerbe eben bspw. keine Kleidung, die nicht fair produziert wurde. Ich finde einfach, dass ich keinen christlichen Blog betreiben und dann für Kleidung werben kann, die unter schrecklichen Arbeitsbedingungen hergestellt wurde.
      Und Spielzeugberge kommen hier auch nicht ins Haus.

      Ganz gegen Werbung bin ich aber eben auch nicht – denn es gibt großartige, soziale Unternehmen, die die Unterstützung von Bloggern einfach gut gebrauchen können. Die tolle Produkte herstellen, die mich persönlich überzeugen. Und die ich persönlich und ehrlichen Herzens weiter empfehlen kann.

      Solche Werbung finde ich gut. Denn von solcher Werbung profitieren gleich drei Seiten: Das Unternehmen, der Blogger und die Leser auch.

  2. […] Entscheidung und wie stehst du allgemein zu diesem Thema? Ich habe nicht prinzipiell etwas gegen Werbung auf Blogs und auch nicht gegen Werbung auf meinem Blog – sofern die Kriterien, die mir wichtig sind, […]

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