Wald- und Wiesenkinder. Die Welt als Spielplatz

Es ist laut. Die Kinder geraten in Streit. Das Baby ist unglücklich und ich habe furchtbar viel zu tun. Wozu ich so aber nicht kommen werde. Deshalb schlüpfen wir in Jacke, Mütze und Schuhe – und gehen nach draußen. Raus in die Natur.

Waldkind Naturkind Natur spielen Minimalismus Kindheit Alltag

Draußen weht der Wind und irgendwie pustet er all das davon, was vorher für Gebrüll gesorgt hat. Wir gehen ganz im Tempo der Kinder, bleiben an jedem Stock und jedem Stein stehen, fegen mit Zweigen Wege und Wiesen, balancieren auf Ästen und springen in Pfützen.

Mit Lederschuhen. Und ohne Matschhosen.

Die Kinder sind schlammverkrustet. Sie haben Erde an den Händen, im Gesicht und in den Haaren. Schuhe und Hosen sind nass. Die Füße wahrscheinlich auch. Die Hände sind eiskalt, die Wangen rot. Das Baby schläft.

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Die Kinder spielen. Stundenlang. Ohne Spielzeug. Oder mit dem besten Spielzeug, das es gibt. Sie spielen mit all dem, was sie eben in der Natur finden. Äste, Zweige, Wasser, Steine, Blätter, Rindenstücke, Erde. Kein Spielzeug-Geschäft der Welt könnte sie so begeistern. So glücklich machen. So zufrieden.

Ich stehe daneben und schaue einfach zu.

Die Zeit vergeht wie im Flug. Und gleichzeitig steht sie still. Irgendwann machen wir uns auf den Heimweg, ganz langsam. Heute gibt es keine Eile, die hat der Wind davon gepustet.

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Ich bin immer wieder davon beeindruckt, wie wenig Kinder brauchen. Wie kreativ sie sind. Wenn man sie nur lässt. Und manchmal macht es mich regelrecht betroffen, wie viel mehr sie sehen, wenn sie mit mir durch die Welt stapfen. Wie viel mehr ihnen auffällt. Was mir alles nicht auffällt.

Kinder sind Lehrmeister

Meine Kinder helfen mir jeden Tag aufs Neue zu erkennen, was wirklich wichtig ist. Was wirklich zählt. Was wesentlich ist. Ganz oft ist das einfach der Moment.

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2 Comment

  1. Reply
    Ricarda
    1. Februar 2018 at 09:29

    Hallo liebe Ida,
    genau das mache ich auch so gerne mit unserer Kleinen. Einfach raus in den Wald und dann dort etwas laufen, völlig egal wie kurz die zurückgelegte Strecke ist – es geht ums Spielen, Beobachten, Ausprobieren. Letztens habe ich vorher kleine Papierschiffchen gefaltet, die durften dann auf einer großen Pfütze fahren.
    Ich merke am guten Schlaf der Kleinen in der Nacht immer deutlich, dass wir lange draußen waren!

    Alles Liebe,
    Ricarda

    1. Reply
      Ida
      1. Februar 2018 at 20:38

      Das mit den Papierschiffchen ist eine schöne Idee – das merke ich mir!

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