Vom Problem des ethischen Essens – Wie ist es eigentlich katholisch zu sein?

Ich bin in der katholischen Diaspora geboren und aufgewachsen – einem Gebiet also, in dem Katholiken in der Minderheit sind. Und obwohl ich im Erwachsenenalter in verschiedenen Orten, Gegenden und Ländern gelebt habe, bin ich irgendwie immer in der Diaspora geblieben. Das hat mich einiges gelehrt. Unter anderem, dass es viele Menschen gibt, die sich gar nicht so richtig vorstellen können, wie es eigentlich ist, katholisch zu sein.

Esst ihr gern?

Blöde Frage, oder? Wahrscheinlich essen die meisten von uns gern – mich eingeschlossen. Kaum etwas ist so schön, wie in netter Gesellschaft gemeinsam zu essen. Und daran ist wirklich absolut nichts verkehrt.

Wenn das Wörtchen wenn nur nicht wäre…

Mich beschleicht nämlich immer wieder die Frage, wie und ob ich das, was ich esse, denn auch ethisch vertreten kann. Ist es ethisch vertretbar Fleisch zu essen? Wie stehe ich dazu, dass Lebensmittel um die halbe Welt geflogen werden, nur um auf meinem Teller zu landen? Kann ich guten Gewissens Schokolade essen, wenn ich weiß, dass Kinder und Erwachsenen unter sklavenähnlichen Verhältnissen schuften mussten, um den Kakao, der meine Schokolade so lecker macht, zu ernten?

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Die meisten von uns denken immer mal wieder, mal mehr und mal weniger darüber nach, ob es OK ist, das zu essen, was sie eben essen. Viele sind resigniert. „Was darf man denn überhaupt noch essen?“ Ihr kennt diese Fragen sicher. Oder „Ich kann daran eh nichts ändern!“

Aber stimmt das denn?

Nö. Und spätestens hier wird Christ-Sein dann auch unbequem. Denn ich finde, dass man die gegebenen Umstände als Christ eben nicht einfach so akzeptieren kann.

„Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“
~ Matthäus 25,40
Ich kann als Christ nicht akzeptieren, dass Menschen ausgebeutet werden, damit ich ein T-Shirt für 3,50€ kaufen kann. Ich kann nicht akzeptieren, dass Kinder arbeiten müssen, damit ich günstige Schokolade essen kann. Ich kann nicht akzeptieren, dass Tiere gequält werden, damit ich günstiges Fleisch essen kann – jeden Tag. Ich kann nicht akzeptieren, dass Treibhausgase in die Luft abgegeben werden, damit ich Birnen aus Argentinien kaufen kann.

Ist ethisch korrektes Handeln nur etwas für diejenigen unter uns, denen es finanziell besonders gut geht?

Ich kann als Christ nicht akzeptieren, dass angeblich nur diejenigen mit dem prall gefüllten Geldbeutel ethisch handeln können. Weil es für mich angeblich zu teuer ist. Denn zu einem bin ich ohnehin berufen: Zum bewussten und freiwilligen Verzicht.
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Nicht unbedingt um meiner selbst willen, sondern vor allem für meinen Nächsten. Ich bin dazu aufgerufen, der Gier unserer Gesellschaft nach unendlichem und verantwortungslosem Konsum etwas entgegen zu setzen. Und wenn es nur mein eigener Verzicht ist.
Wie seht ihr das?

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23 Comment

  1. Reply
    natuerlichjesus
    20. Juli 2016 at 21:07

    Ich bin so groß geworden, dass nach Saison gegessen wird. Aktuell gibt es Bohnen als Gemüse, als Salat. Kohlrabi. Gerade in diesem Moment läuft der Einkochkessel um Bohnen für den Winter ein zu kochen.
    Nun hat natürlich nicht jeder einen eigenen Garten, aber man kann im Supermarkt oder auf dem Markt Obst/Gemüse aus der Region oder zumindest aus Deutschland kaufen. Das verkleinert den ökologischen Fußabdruck.

    Auf der Arbeit gibt’s in der Kantine nur Gemüse, Eier & Co aus eigenem Anbau. Freitags gibt’s ganz klassisch die Wahl zwischen Vegetarisch und Fischgericht (der Fisch ist nicht eigen 😉 )

    Schokolade kaufe ich bei einer Schokoladenfabrik 2km von mir entfernt. Das wird noch nach altem Handwerk produziert. Natürlich kostet das mehr als die Schokoladentafel aus dem Supermarkt, aber sie schmeckt viiieel besser. Außerdem hat sie kein Mindesthaltbarkeitsdatum und wird auch nicht weiß/grau mit der Zeit.

    Viele in meiner Umgebung wollen sich leider gar nicht mit dem Essen und wo es herkommt auseinander setzen. „Ich kann doch jederzeit alles kaufen!“

    1. Reply
      Ida
      20. Juli 2016 at 21:39

      Was du beschreibst hört sich toll an!
      Ich glaube, vielen Menschen ist das Thema Saisonalität und Regionalität gar kein Begriff. Wir haben uns einfach daran gewöhnt, immer alles haben zu können. Deshalb denken wir dann schnell „Nachhaltig essen muss doch unglaublich umständlich sein!“ Dabei ist es das gar nicht.
      Und wer noch nie eingekocht hat, Marmelade gekocht, gedörrt hat oder Sachen auf andere Art und Weise konserviert hat, der glaubt oft, dass das sehr aufwändig und schwierig ist. Das ist es aber eben gar nicht.
      Eigentlich geht es ganz schnell. Und Spaß macht es außerdem noch!

      1. Reply
        natuerlichjesus
        20. Juli 2016 at 21:58

        Ich hab eine unbefristete Stelle mit klasse Kollegen gekündigt, weil es mich reizte für eine Firma zu arbeiten, die ein christliches Leitbild hat, eigenes Gemüse und Obst, Hühner und Eier, Kühe und Rinder, eigene Stromerzeugung, Bäckerei, … Das Kantinenessen gibt es mit Produkten nach den Jahreszeiten.
        Ich komm zwar vor lauter Arbeit nicht dazu mal unter der Woche den Gottesdienst zu besuchen, aber die Hoffnung stirbt zuletzt 😉
        Den Jobwechsel habe ich noch keinen Tag bereut.

        Das zu essen was man selber gesät und geerntet hat ist klasse. Natürlich gibt es auch schlechte Erntejahre aber so ist der Lauf des Lebens und man passt sich daran an. Letztes Jahr hatten wir kaum Bohnen. Dieses Jahr umso mehr. 10 Gläser wurden für den Winter eingekocht. Teilweise habe ich auch Bohnen verschenkt. Es freut den Beschenkten und man freut sich selber mit ☺

        1. Reply
          Ida
          20. Juli 2016 at 22:17

          Schön, dass du so idealistisch bist! Ich werde wegen meines Idealismus oft belächelt – aber abbringen lasse ich mich von meinen Idealen trotzdem nicht.
          Und das ist so wichtig!

          1. natuerlichjesus
            20. Juli 2016 at 22:20

            Mir geht es genauso. Was werde ich oft komisch angeschaut oder kritisiert weil ich versuche Plastik zu reduzieren, Essen 2 Tage vor Verfallsdatum aus der Restekiste kaufe,..generell werde ich oft als „altmodisch“ abgestempelt. Mittlerweile antworte ich dann nur noch „Danke für das Kompliment“ und lächle ☺
            Einfach nicht vom Weg abbringen lassen. Auf einem Holzweg sind wir ganz bestimmt nicht!

          2. Ida
            20. Juli 2016 at 23:36

            Ganz genauso ist es!

  2. Reply
    natuerlichjesus
    20. Juli 2016 at 21:07

    Ich bin so groß geworden, dass nach Saison gegessen wird. Aktuell gibt es Bohnen als Gemüse, als Salat. Kohlrabi. Gerade in diesem Moment läuft der Einkochkessel um Bohnen für den Winter ein zu kochen.
    Nun hat natürlich nicht jeder einen eigenen Garten, aber man kann im Supermarkt oder auf dem Markt Obst/Gemüse aus der Region oder zumindest aus Deutschland kaufen. Das verkleinert den ökologischen Fußabdruck.

    Auf der Arbeit gibt’s in der Kantine nur Gemüse, Eier & Co aus eigenem Anbau. Freitags gibt’s ganz klassisch die Wahl zwischen Vegetarisch und Fischgericht (der Fisch ist nicht eigen 😉 )

    Schokolade kaufe ich bei einer Schokoladenfabrik 2km von mir entfernt. Das wird noch nach altem Handwerk produziert. Natürlich kostet das mehr als die Schokoladentafel aus dem Supermarkt, aber sie schmeckt viiieel besser. Außerdem hat sie kein Mindesthaltbarkeitsdatum und wird auch nicht weiß/grau mit der Zeit.

    Viele in meiner Umgebung wollen sich leider gar nicht mit dem Essen und wo es herkommt auseinander setzen. „Ich kann doch jederzeit alles kaufen!“

    1. Reply
      Ida
      20. Juli 2016 at 21:39

      Was du beschreibst hört sich toll an!
      Ich glaube, vielen Menschen ist das Thema Saisonalität und Regionalität gar kein Begriff. Wir haben uns einfach daran gewöhnt, immer alles haben zu können. Deshalb denken wir dann schnell „Nachhaltig essen muss doch unglaublich umständlich sein!“ Dabei ist es das gar nicht.
      Und wer noch nie eingekocht hat, Marmelade gekocht, gedörrt hat oder Sachen auf andere Art und Weise konserviert hat, der glaubt oft, dass das sehr aufwändig und schwierig ist. Das ist es aber eben gar nicht.
      Eigentlich geht es ganz schnell. Und Spaß macht es außerdem noch!

      1. Reply
        natuerlichjesus
        20. Juli 2016 at 21:58

        Ich hab eine unbefristete Stelle mit klasse Kollegen gekündigt, weil es mich reizte für eine Firma zu arbeiten, die ein christliches Leitbild hat, eigenes Gemüse und Obst, Hühner und Eier, Kühe und Rinder, eigene Stromerzeugung, Bäckerei, … Das Kantinenessen gibt es mit Produkten nach den Jahreszeiten.
        Ich komm zwar vor lauter Arbeit nicht dazu mal unter der Woche den Gottesdienst zu besuchen, aber die Hoffnung stirbt zuletzt 😉
        Den Jobwechsel habe ich noch keinen Tag bereut.

        Das zu essen was man selber gesät und geerntet hat ist klasse. Natürlich gibt es auch schlechte Erntejahre aber so ist der Lauf des Lebens und man passt sich daran an. Letztes Jahr hatten wir kaum Bohnen. Dieses Jahr umso mehr. 10 Gläser wurden für den Winter eingekocht. Teilweise habe ich auch Bohnen verschenkt. Es freut den Beschenkten und man freut sich selber mit ☺

        1. Reply
          Ida
          20. Juli 2016 at 22:17

          Schön, dass du so idealistisch bist! Ich werde wegen meines Idealismus oft belächelt – aber abbringen lasse ich mich von meinen Idealen trotzdem nicht.
          Und das ist so wichtig!

          1. natuerlichjesus
            20. Juli 2016 at 22:20

            Mir geht es genauso. Was werde ich oft komisch angeschaut oder kritisiert weil ich versuche Plastik zu reduzieren, Essen 2 Tage vor Verfallsdatum aus der Restekiste kaufe,..generell werde ich oft als „altmodisch“ abgestempelt. Mittlerweile antworte ich dann nur noch „Danke für das Kompliment“ und lächle ☺
            Einfach nicht vom Weg abbringen lassen. Auf einem Holzweg sind wir ganz bestimmt nicht!

          2. Ida
            20. Juli 2016 at 23:36

            Ganz genauso ist es!

  3. Reply
    steffiiscooking
    22. Juli 2016 at 21:55

    Hallo , ein toller Denkanstoß. Diesen Weg bin ich zeitweise immer wieder gefolgt (Lebensweise ethisch hinterfragt) , woraufhin Zeiten der Resignation folgten.. Ich finde das ist ein wahnsinnig komplexes Thema. Ich habe monatelang zB meine Ernährungsweise umgestellt u auf Süßigkeiten, Milchprodukte, (Fleisch, Fisch nur frisch- Biobauer, Fischer) etc.. Nach drei Monaten hatte ich ca. 10 Kg verloren. Denn ich stillte auch zu dem Zeitpunkt noch (1 kg pro Woche ist ‚erlaubt‘- habe ich auch nicht überschritten! ). Für die Kinder ok- da nur pur Gesundes.. Aber für mich nicht, auch wenn ich gefühlt den ganzen Tag gegessen habe . Sollte ich nun pure Pflanzenmagarine essen, um den Kalorienverlust entgegen zu wirken? Habs auch mit mehr Nüsse probiert – habe zu den Zeiten mit Samen , Kerne , Nüsse etc.. alles mögliche gemacht – aber zu viele Nüsse sollte auch nicht sein- wg Vergiftungsgefahr etc.. Muss dazu sagen, dass ich auch auf herkömmliche Brote verzichtet habe (alles industriell Hergestelltes eben , wie zB auch Aufstriche), um halt ethisch korrekt zu leben . Habe alles selbst gemacht , von Hafermilch, über Brote, Vegi Aufstriche… das ging so weit, dass ich auch Waschmittel, Seife etc. selbst gemacht habe- um die Umwelt zu schonen.. Aber wie gesagt , ethisch wahrscheinlich super korrekt gehandelt – bzgl der Tiere , Menschen, Umwelt.. Entgegen dem Kapitalismus. Aber ethisch inkorrekt bzgl meiner Gesundheit. Zumal nicht jedermann sich dermaßen beliest, was zB das Thema Ernährung anbelangt, wie ich zu dem Zeitpunkt. Und es ist auch gar nicht jeden zumutbar (Menschen mit Behinderung zB oder eben weniger intrinsische Motivation – diese Menschen glauben an das , was ihnen Ärzte , Ernährungsberater etc empfehlen. Diese Dinge zu hinterfragen – darauf kommt es ja an). Da überlegen dann die Betreuer der Menschen mit Behinderung , wie sie ethisch korrekt handeln (T Shirts teurer oder günstiger , Nahrung teurer oder günstiger vom gesetzl. festgelegten Budget ?).
    Ich habe für mich nun einen Mittelweg gefunden. Wir verzichten auf Weizen u Zucker , rein aus gesundheitlichen Gründen. Greifen öfter zu bio Produkten u überwiegend zu sesionales Frisches. . Und meine Shirts etc.trage ich auch schon über sieben Jahre 🙂 oder vom Flohmarkt 😉 Da lautet meine Frage , wo fängt ethisch korrektes Handeln an und wo hört es auf

    1. Reply
      Ida
      23. Juli 2016 at 12:24

      Steffi, dein Ansatz klingt doch aber super!
      Ich habe eine schmerzhafte Erkenntnis machen müssen: Du kannst nicht leben ohne schuldig zu werden. Wir richten mit unserem Handeln leider oft auch Leid an, wenn wir es gar nicht wollen.
      Das sollte uns nur nicht zur Resignation verleiten. Wir sollten uns so weit bemühen wie irgend möglich. Und den Rest Gott anvertrauen.

  4. Reply
    steffiiscooking
    22. Juli 2016 at 21:55

    Hallo , ein toller Denkanstoß. Diesen Weg bin ich zeitweise immer wieder gefolgt (Lebensweise ethisch hinterfragt) , woraufhin Zeiten der Resignation folgten.. Ich finde das ist ein wahnsinnig komplexes Thema. Ich habe monatelang zB meine Ernährungsweise umgestellt u auf Süßigkeiten, Milchprodukte, (Fleisch, Fisch nur frisch- Biobauer, Fischer) etc.. Nach drei Monaten hatte ich ca. 10 Kg verloren. Denn ich stillte auch zu dem Zeitpunkt noch (1 kg pro Woche ist ‚erlaubt‘- habe ich auch nicht überschritten! ). Für die Kinder ok- da nur pur Gesundes.. Aber für mich nicht, auch wenn ich gefühlt den ganzen Tag gegessen habe . Sollte ich nun pure Pflanzenmagarine essen, um den Kalorienverlust entgegen zu wirken? Habs auch mit mehr Nüsse probiert – habe zu den Zeiten mit Samen , Kerne , Nüsse etc.. alles mögliche gemacht – aber zu viele Nüsse sollte auch nicht sein- wg Vergiftungsgefahr etc.. Muss dazu sagen, dass ich auch auf herkömmliche Brote verzichtet habe (alles industriell Hergestelltes eben , wie zB auch Aufstriche), um halt ethisch korrekt zu leben . Habe alles selbst gemacht , von Hafermilch, über Brote, Vegi Aufstriche… das ging so weit, dass ich auch Waschmittel, Seife etc. selbst gemacht habe- um die Umwelt zu schonen.. Aber wie gesagt , ethisch wahrscheinlich super korrekt gehandelt – bzgl der Tiere , Menschen, Umwelt.. Entgegen dem Kapitalismus. Aber ethisch inkorrekt bzgl meiner Gesundheit. Zumal nicht jedermann sich dermaßen beliest, was zB das Thema Ernährung anbelangt, wie ich zu dem Zeitpunkt. Und es ist auch gar nicht jeden zumutbar (Menschen mit Behinderung zB oder eben weniger intrinsische Motivation – diese Menschen glauben an das , was ihnen Ärzte , Ernährungsberater etc empfehlen. Diese Dinge zu hinterfragen – darauf kommt es ja an). Da überlegen dann die Betreuer der Menschen mit Behinderung , wie sie ethisch korrekt handeln (T Shirts teurer oder günstiger , Nahrung teurer oder günstiger vom gesetzl. festgelegten Budget ?).
    Ich habe für mich nun einen Mittelweg gefunden. Wir verzichten auf Weizen u Zucker , rein aus gesundheitlichen Gründen. Greifen öfter zu bio Produkten u überwiegend zu sesionales Frisches. . Und meine Shirts etc.trage ich auch schon über sieben Jahre 🙂 oder vom Flohmarkt 😉 Da lautet meine Frage , wo fängt ethisch korrektes Handeln an und wo hört es auf

    1. Reply
      Ida
      23. Juli 2016 at 12:24

      Steffi, dein Ansatz klingt doch aber super!
      Ich habe eine schmerzhafte Erkenntnis machen müssen: Du kannst nicht leben ohne schuldig zu werden. Wir richten mit unserem Handeln leider oft auch Leid an, wenn wir es gar nicht wollen.
      Das sollte uns nur nicht zur Resignation verleiten. Wir sollten uns so weit bemühen wie irgend möglich. Und den Rest Gott anvertrauen.

  5. Reply
    steffiiscooking
    22. Juli 2016 at 22:13

    Achso- preislich war es eher günstiger ! Nur Obst , Gemüse.. , Öle u Samen, Nüsse etc waren etwas teurer. Aber generell alles günstiger! Habe etlich schon gespart, da ich nicht Hafermilch zb für 2 , 3 Euro kaufe oder Aufstriche – ersetzt durch Radieschen oder Avocado etc.. Geschweige denn Waschmittel – das ich aus Kernseife herstelle – sehr günstig. Der Knackpunkt liegt dabei, dass es sehr viel Arbeit ist. Und diese Aufgabe kann nicht jeder erfüllen, wie ich ja schrieb. Und die intrinsische Motivation zu wecken kann durch Glaube an Gott auch gelingen, meine ich. Oft sind es aber eigene Erfahrungen. Denn auch ich habe in der Welt zB live in Afrika einiges Schreckliches erlebt u deshalb lege ich nur jeden nahe, mehr über den Tellerrand zu schauen , über die Grenzen, die die Menschen sich oft selbst setzen, um Sicherheit evtl zu spüren. Denn Vertrautes gibt einen ja Sicherheit. Aber die Angst vor Unsicherheit versperrt erstmal den Prozess des Lernens. Und dadurch entsteht auch keine Weiterentwicklung. Ich bin nämlich der Auffassung, dass viele Dinge , die unsere Industriestaaten mit sich bringen nicht viel mit Weiterentwicklung zu tun haben. Auch wenn es oft suggeriert wird.

    1. Reply
      Ida
      23. Juli 2016 at 12:28

      Ich kann deine Beobachtung bestätigen: Nachhaltiger Konsum ist nicht zwangsläufig teurer – wenn man weniger konsumiert. Was ohnehin nachhaltiger ist.
      Und über den Tellerrand zu schauen halte ich für unerlässlich. Das ist einfach unsere Verantwortung.

  6. Reply
    Susanna
    24. Juli 2016 at 09:53

    Danke liebe Ida für dieses aufrüttelnde Thema. Ich habe eben ganz fasziniert eure Beiträge dazu gelesen und kann nur sagen „Ihr seid super“. Ich weiß nicht, ob ich in aller Konsequenz diesen Weg schaffe. Marmelade kochen und Einkochen sind nicht gerade meine Stärke, aber ich kaufe nur Faire Trade Schokolade, wenn ich denn mal Schokolade essen möchte und nur Faire Trade Kaffee. Dann achte ich darauf wenig Müll zu produzieren (bin noch in der Übungsphase) und kaufe saisonales Obst und Gemüse von unseren Wochenmärkten.Bei Fleisch und Eiern bin ich auch ganz konsequent, außerdem esse ich sehr wenig Fleisch, wenn überhaupt. Aber weiter machen und immer ein Stück weiter kommen ist wohl der Weg und Stück für Stück kommt man dem näher , was wichtig ist. Für mich ohne Resignation, weil ich nicht alles auf einmal versuche. Immer nach meinen Kräften und Verzicht kommt bei mir auch vor. In Punkto Kleidung bin ich sehr konsequent geworden. Meine Sachen trage ich immer bis sie auseinanderfallen. Bei manchen guten Sachen geschieht das nie. So das wäre es fürs Erste was mir so eingefallen ist zu diesem Thema.
    Seid herzlich gegrüßt und ich danke für die Anregungen, die ich von euch bekommen habe.
    Susanna

    1. Reply
      Ida
      24. Juli 2016 at 14:43

      „Schaffen“ klingt immer so, als ob man vor einer schier unüberwindlichen Aufgabe stünde. So ist es ja nicht. Einige sehr einfache Kniffe – und etwas Verzicht – können ja schon Wunder bewirken. Die Frage, ob man es „schafft“ Verzicht zu üben, zeigt, dass wir in diesem Land wirklich Luxus-Probleme haben.
      Aber du bist doch auf dem Weg.

  7. Reply
    Susanna
    24. Juli 2016 at 09:53

    Danke liebe Ida für dieses aufrüttelnde Thema. Ich habe eben ganz fasziniert eure Beiträge dazu gelesen und kann nur sagen „Ihr seid super“. Ich weiß nicht, ob ich in aller Konsequenz diesen Weg schaffe. Marmelade kochen und Einkochen sind nicht gerade meine Stärke, aber ich kaufe nur Faire Trade Schokolade, wenn ich denn mal Schokolade essen möchte und nur Faire Trade Kaffee. Dann achte ich darauf wenig Müll zu produzieren (bin noch in der Übungsphase) und kaufe saisonales Obst und Gemüse von unseren Wochenmärkten.Bei Fleisch und Eiern bin ich auch ganz konsequent, außerdem esse ich sehr wenig Fleisch, wenn überhaupt. Aber weiter machen und immer ein Stück weiter kommen ist wohl der Weg und Stück für Stück kommt man dem näher , was wichtig ist. Für mich ohne Resignation, weil ich nicht alles auf einmal versuche. Immer nach meinen Kräften und Verzicht kommt bei mir auch vor. In Punkto Kleidung bin ich sehr konsequent geworden. Meine Sachen trage ich immer bis sie auseinanderfallen. Bei manchen guten Sachen geschieht das nie. So das wäre es fürs Erste was mir so eingefallen ist zu diesem Thema.
    Seid herzlich gegrüßt und ich danke für die Anregungen, die ich von euch bekommen habe.
    Susanna

    1. Reply
      Ida
      24. Juli 2016 at 14:43

      „Schaffen“ klingt immer so, als ob man vor einer schier unüberwindlichen Aufgabe stünde. So ist es ja nicht. Einige sehr einfache Kniffe – und etwas Verzicht – können ja schon Wunder bewirken. Die Frage, ob man es „schafft“ Verzicht zu üben, zeigt, dass wir in diesem Land wirklich Luxus-Probleme haben.
      Aber du bist doch auf dem Weg.

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