Verwöhnt schlafen – Segen Familienbett

Das Thema Schlaf beschäftigt viele Eltern in den ersten Lebensjahren ihrer Kinder sehr und nicht selten werden sie von guten, gar nicht so guten und nicht einmal im entferntesten gutgemeinten Ratschlägen begleitet. Und verfolgt.

Wer kennt nicht die Gruselgeschichten der Schwiegermutter, die die ersten Jahre nach der Geburt ihrer Kinder kaum schlafen konnte, weil diese die Nächte zum Tag machten und ohne Unterlass schrien.

Wer kennt nicht die Ratschläge resoluter Großmütter und Urgroßmütter, das Kind doch einfach ein paar Nächte durchschreien zu lassen.

Und wer kennt nicht die entsetzten Blicke eben genannter Personen in Gesprächen über das Familienbett.

Wir haben ein Familienbett. Und wir finden es großartig.

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Unsere Kinder durften von Anfang an mit bei uns in einem Bett schlafen. Das hat uns nicht jede unruhige oder sogar schlaflose Nacht erspart, aber ich bin mir sicher, dass die meisten unserer Nächte dadurch deutlich enstpannter sind als sie sonst wären.

Kinder wachen nachts auf. Das ist so. Manchmal möchten sie etwas trinken, manchmal ist ihre Windel nass oder sie müssen auf den Topf. Manchmal geht es ihnen nicht gut. Manchmal möchten sie in den Arm genommen werden und mögen nicht allein sein. Auf all diese Situationen lässt sich deutlich schneller reagieren, wenn das Kind direkt neben einem schläft. Die Konsequenz ist, dass sowohl Eltern als auch Kinder deutlich schneller wieder in den Schlaf finden.

Kinder schlafen nicht gerne alleine, und das müssen sie auch gar nicht.

Die meisten Kinder schlafen nicht gern allein, sie brauchen auch und gerade nachts die Nähe ihrer Eltern. Müssen diese Kinder dann trotzdem allein in ihrem Bett, vielleicht sogar in ihrem Zimmer, schlafen, kann es sein, dass sie nachts mehrmals aufwachen und allein nicht wieder in den Schlaf finden. Dürfen sie dagegen bei ihren Eltern schlafen haben sie genau die Nähe, die sie brauchen. Dadurch wachen sie weniger auf, finden schneller wieder in den Schlaf und die Nächte werden entspannter.

Wie handhabt ihr das mit dem Schlafen?

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8 Comment

  1. Reply
    Nadine
    13. Oktober 2016 at 09:09

    Gemeinsam schlafen hat auch unsere Nächte erholsam(er) gemacht. Über den ersten Monaten mit Kind liegt in meinem Gedächtnis zwar (gerade?) ein seliger Schleier, aber an die späteren Zeiten im ersten Jahr und darüber hinaus habe ich v.a. die Erinnerung, dass meine Freundinnen lächelnd den Kopf schütteln, wenn ich die Frage „Wie oft wacht er denn so auf?“ nicht beantworten konnte. Ich hab mich einfach zu ihm hingedreht (und manchmal gestillt) und wir haben beide weitergeschlafen.

    1. Reply
      Ida
      13. Oktober 2016 at 20:49

      Hihi, ich kenne das gut. Ich weiß auch nie, wie oft meine Kinder aufwachen.

  2. Reply
    Tanja
    13. Oktober 2016 at 10:10

    Wir lassen mittlerweile unseren sohn selbst entscheiden, wo er schlafen möchte. Er ist 26 Monate. In der Regel schläft er in seinem Bett in seinem Zimmer ein. An manchen wenigen Tagen sagt er uns, dass er im großen Bett schlafen möchte. Meist kommt das, wenn gerade viel passiert ist. Zur Zeit macht er Eingewöhnung im Kindergarten, da wollte er mal bei uns schlafen.
    Häufig kommt er in der Hälfte der Nacht zu uns ins Bett oder ruft uns, dass wir ihn holen.
    So ein, zwei Mal pro Woche schläft er auch komplett in seinem Bett.
    Ich bin sehr glücklich mit dieser Schlafweise, denn egal wofür er sich entscheidet, er wacht immer zufrieden auf. Wir sind dieses System ganz ohne Druck angegangen, im Grunde hat es sich von allein so entwickelt. Unser Kind mag sein eigenes Bett und schläft gerne dort. Für mich wäre es aber genauso ok gewesen, wenn er weiterhin bei uns geschlafen hätte.
    Doch auch uns wird häufig die Frage gestellt, „kommt er immernoch zu euch ins Bett?“ Doch da ich so zufrieden bin, kann ich diese Frage ganz entspannt mit einem „meistens ja!“ beantworten. 🙂

    1. Reply
      Ida
      13. Oktober 2016 at 20:52

      Das hört sich schön und sensibel an. Euer Sohn weiß, dass er immer zu euch kommen kann und so traut er sich schon ganz alleine zu schlafen. Es hört sich so an, als ob ihr alle gemeinsam sehr zufrieden mit eurem Schlafarrangement seid!

  3. Reply
    Bianka
    13. Oktober 2016 at 10:57

    Hallo Ida!
    Habe deinen Blog erst jetzt gefunden und mich mal ein bisschen durchgelesen…
    Wir schlafen auch im Familienbett: Aus Überzeugung, aber ehrlich gesagt auch aus Faulheit. Ich brauche eher viel Schlaf und für uns ist das so die beste Lösung.
    Als der kleine Mann geboren wurde hatte ich zwar erst Bedenken, aber die Tochter lässt sich nachts selbst durch Schreien vom Buben nicht wecken;)
    Liebe Grüße Bianka

    1. Reply
      Ida
      13. Oktober 2016 at 20:53

      Faulheit ist doch OK – zumindest in der Schlaffrage, denn es soll doch auch für alle bequem und angenehm sein. Ich glaube, bei uns spielt Faulheit auch eine nicht zu unterschätzende Rolle. 😉

  4. Reply
    Sonnenshyn
    14. Oktober 2016 at 19:30

    Und genau aus den Gründen, haben wir auch ein Familienbett. Es ist soooo schön und die Augenringe sind sicherlich etwas kleiner, als es sonst der Fall wäre. *g*

    Sonnige Grüße.

    1. Reply
      Ida
      16. Oktober 2016 at 22:50

      Hihi, da gebe ich dir Recht.

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