Über mich

Erziehung Gewalt Sozialisation Bildung Beziehung Attachment Parenting unerzogen

 

Hej, schön dass du da bist! Ich dachte, ich erzähle dir ein bisschen über mich und warum ich hier blogge.

 

Ich bin Anna und mich macht vieles nachdenklich. Davon möchte ich erzählen. Nachdenklich macht mich zum Beispiel die Hektik, mit der wir oft meinen unser Leben gestalten zu müssen.

Abi, Studium, Auslandsjahr, erster Job, fünfter Job, erstes Kind, “After Baby Body”, Elternzeit, Babykurs 1, Babykurs 2, Babykurs x und – Kruzifix! – jetzt war in Babykurs Y kein Platz mehr frei. Weiter geht’s. Krippenplatz, zurück in den Job, Meeting/Konferenz, Elternabend, Laterne basteln, Urlaub, Hobby, Freunde, Partnerschaft, Haushalt, toll aussehen und – ganz wichtig – Me Time. Alles wird irgendwie eingetaktet in das Stakkato unseres Lebens.

Hektisch ist es, und laut. Wuselig. Wie auf einem Rummel. Das Leben als Jahrmarkt.

Ich mochte noch nie Jahrmärkte.

Ich mag Langsamkeit.

Und ich habe Glück, denn ich kann langsam leben. Gemeinsam mit meinem Mann und unseren drei Kindern. Mit ihnen kann ich träumen. Und glauben. Als in meiner dritten Schwangerschaft ein Tumor bei mir entdeckt wurde und ich auf ganz besondere Weise zur Langsamkeit gezwungen wurde, gab mir dieser Glaube Hoffnung. Und Kraft. Und Mut. Es war nicht unbedingt die Hoffnung auf Heilung – obwohl ich geheilt wurde! – die gestärkt wurde, sondern vor allem das Vertrauen in diesen großen und starken Gott, der uns niemals im Stich lässt. Der bei uns bleibt, ganz gleich was geschieht. Der auch in unserer schwersten Stunde an unserer Seite ist.

Und jetzt bin ich hier. Gesund. Gesund und fröhlicher, zufriedener als je zuvor.

Meine Krankheit hat vieles gerade gerückt in unserem Leben. Sie hat aufgeräumt, sozusagen. Denn wichtig ist tatsächlich nicht, was alle anderen sagen und denken, was sie von uns erwarten und nicht einmal, was wir selbst von uns erwarten. Wichtig ist allein das was bleibt, wenn nichts mehr bleibt.

Deshalb möchte ich meinen Kindern etwas mitgeben, das bleibt. Eine starke und sichere Bindung. Einen kraftvollen Glauben. Und ein Bewusstsein dafür, dass wir nicht alleine sind auf dieser Welt. Dass es da noch andere gibt, die unsere Nächsten sind – auch wenn wir sie vielleicht niemals kennen lernen werden. Aber dass wir trotzdem Verantwortung für sie übernehmen sollten.

Und es ist auch schön, das zu tun.

Mein Mann und ich sind auf dem Land aufgewachsen. Wir sind Dorfkinder. Und diese Erdverbundenheit teilen wir mit unseren Kindern – mit unserem Urban Homestead.

Wenn ich nicht in der Erde wühle, schreibe, lese oder mit meinen Kindern durch den Wald streife, stricke und nähe ich. Das ist meine Kunst. Und wahrscheinlich hilft sie mir nicht den Kopf zu verlieren in all dem Gewusel um mich herum.

Ich freue mich, dass du da bist! Fühl dich frei mich zu kontaktieren, wann immer dir danach ist.

 

Beste Grüße

Anna

P.S.: Früher  habe ich mich hier auf dem Blog “Ida” genannt – das war quasi mein “Künstlername”. Auf diese Weise wollte die Privatsphäre meiner Familie schützen. Mittlerweile ist einiges hinter den Kulissen dieses Blogs passiert – neue Ideen, Gedanken und Projekte entwickeln sich und deshalb fand ich es irgendwann sinnvoller mit nur einer Identität zu arbeiten. Deswegen verwende ich jetzt meinen richtigen Namen. Anna.