Tschüss 2016! – (m)ein versöhnlicher Jahresrückblick

Allerorten gibt es sie jetzt – die Jahresrückblicke. Ich bin kein großer Freund von Jahresrückblicken, weil sie auf mich meist ziemlich pathetisch wirken. In den sozialen Netzwerken ist mir allerdings noch eine zweite Art und Weise begegnet, das Jahr Revue passieren zu lassen. Und die mag ich fast noch weniger. Denn sie erscheint mir so unglaublich zynisch.

Ich möchte versöhnlich auf 2016 zurück blicken

Denn natürlich war einiges blöd. Und einiges war sogar so richtig blöd. Und trotzdem gab es so viele Momente, an die ich mich gern zurück erinnern werde. Neue Freundschaften, neue Ideen, neue Pläne – und so viele Dinge, die meine Kinder gelernt haben. Dinge, die sie getan oder gesagt haben. Die Zeiten, wenn wir alle gemeinsam gelacht haben. Mitten in unserem unaufgeräumten Wohnzimmer. Obwohl ein Wäscheberg im Schlafzimmer lag. Und obwohl wir seit gefühlt 10 Jahren nicht mehr geschlafen hatten.

Es gibt Tage, die sehr anstrengend sind. Besonders im Leben mit kleinen Kindern. Und trotzdem finde ich, dass es einen Unterschied macht, ob ich mich auf meine bleierne Müdigkeit konzentriere,  auf das Chaos im Haus und auf meine quengelnden Kinder – oder ob ich mir die Zeit gönne meine Kinder zu beobachten. Wie sie gemeinsam malen. Und sich dann um Stifte und Blätter streiten. Und sich dann wieder vertragen.

Ist man seines Glückes Schmied?

Ich denke, bedingt. Uns allen begegnet Leid im Leben – und manches Leid wiegt so schwer, dass wir es kaum ertragen können. Und dann passieren jeden Tag Dinge, die zwar nicht unbedingt leidvoll sind, aber eben auch nicht angenehm und erfreulich. Und das ist belastend.

Aber es macht einen Unterschied, ob ich mich auf all das Anstrengende und Unvollkommene in meinem Leben konzentriere, oder auf das Glück, das manchmal daneben ganz unscheinbar wirkt. Zum Beispiel das Glück eben diese Kinder begleiten zu dürfen. Trotz Müdigkeit, trotz zu wenig Zeit zum Schreiben, Stricken, Kochen, Aufräumen, Schlafen, etc. Und trotz Erschöpfung.

Es gibt drei Dinge die ich nicht mag…

… und das sind Nörgelei, Zynismus und chronische Unzufriedenheit. Ein Grund, weshalb ich in den letzten Wochen auf „Social-Media-Diät“ gegangen bin. Denn dort scheint dieser „Geist“ (oft) regelrecht zu regieren. Manche Jahre sind anstrengender und schmerzhafter als andere. Ich glaube trotzdem nicht, dass sie „für die Tonne“ sind. Und ich glaube, dass man aus vielem, was einem begegnet, etwas lernen kann. Dass man irgendetwas daraus mitnehmen kann für die Zukunft.

Mein Wunsch für 2017

Ich wünsche dir ein fröhliches Jahr 2017 – ein Jahr, in dem die Höhen besonders hoch und die Tiefen lehrreich, aber nicht allzu tief sind.

Ich wünsche dir gute Freunde, die mit dir in den fröhlichen Momenten lachen und in den traurigen Momenten weinen. Freunde, die du mitten in der Nacht anrufen kannst. Und Freunde, mit denen du einfach schweigen kannst.

Ich wünsche dir für deine Familie ein Jahr voller Entdeckungen, ein Jahr, in dem ihr viele gemeinsame Erinnerungen sammeln könnt. Ich wünsche euch ganz viel Zeit für einander und ganz viel Neugier auf das neue Jahr.

Und ich wünsche dir Zufriedenheit, Zuversicht und Vertrauen in den Weg, der für dich bereitet ist.

Kommt gut ins neue Jahr!

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3 Comment

  1. Reply
    Corinne
    30. Dezember 2016 at 20:42

    Du hast so recht! Ich versuche auch das Positive zu sehen, damit mich das Negative nicht allzusehr runterzieht. Danke für die guten Wünsche für’s neue Jahr. Das wünsche ich dir auch.
    Liebe Grüsse und einen guten Start ins 2017

    Corinne

    1. Reply
      Ida
      30. Dezember 2016 at 21:48

      Danke für deine guten Wünsche! Ich hoffe, ich konnte dich ermutigen.
      Komm gut ins neue Jahr!
      Ida

  2. […] das alte Jahr geendet und das neue begonnen. Viele von euch waren enttäuscht vom Jahr 2016 – uns ging das nicht so. Und deshalb haben wir das alte Jahr ganz ruhig verabschiedet und das neue Jahr mit viel Vorfreude […]

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