Stell dir vor du wärst deine beste Freundin…

Manche Tage sind so richtig doof. Die Kinder streiten sich und brüllen – und ich brülle mit. Und am Ende heulen wir alle. Meist greife ich irgendwann in solchen Momenten zum Handy und schreibe einer Freundin oder meiner Mutter eine Nachricht.

Und immer kommt irgendetwas Ermutigendes und Tröstendes zurück

Umgekehrt ist es nicht anders. Freundinnen, die einen schlechten Tag haben, melden sich bei mir. Und ich versuche ihnen Mut zu machen. Ich versuche Verständnis zu zeigen und zu trösten. Und so helfen wir uns gegenseitig.

Trost Ermutigung Verständnis Freundin

Ich ermahne meine Freundinnen weniger streng mit sich selbst zu sein, ich ermutige sie nicht aufzugeben, ich sage ihnen, wie gut sie das machen, was sie eben tun.

Aber wie gehe ich mit meinen eigenen Schwächen um?

Wenn ich ehrlich bin, bin ich mir selbst deutlich weniger großzügig als mit meinen Freundinnen. Weniger nachsichtig. Strenger. Vielleicht sogar unbarmherziger. Ich bin nicht sehr gut darin mir meine eigenen Fehler zu verzeihen.

Grenzen Eltern Mama genervt Wut Frust Konflikte Warum fordern Pause Attachment Parenting Bedürfnisse

Aber warum eigentlich? Warum messe ich mit zweierlei Maß? Warum ist es so schwer mit sich selbst großzügig zu sein?

Denn ich denke, dass wir das sein sollten. Jesus sagt im Galater-Brief „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“ (Gal 5,14b).

Aber das ist irgendwie gar nicht so einfach…

Denn ich wäre ja so gern so viel besser als ich tatsächlich bin! Ich wäre so gerne geduldiger, nachsichtiger, friedfertiger, sanftmütiger, gelassener. Und – ach überhaupt. Einfach anders. Eben besser. Und dann wäre alles gut. Dann wäre ich zufrieden mit mir. DANN. Aber eben nicht jetzt.

Mama Sein Mutter Sein Eltern Sein verändert Bibel Glaube Wachstum Lektion Kinder

Dieser Gedankengang ist natürlich ein Trugschluss, denn ich bin ja eben wie ich bin. Und genauso hat Gott mich auch geschaffen.

Ich danke dir, dass ich so staunenswert und wunderbar gestaltet bin.

~ Psalm 139,14

Das heißt selbstverständlich nicht, dass ich keine Fehler mache oder dass es nichts gibt, woran ich arbeiten sollte. Aber es heißt sehr wohl, dass ich eben nicht anders sein muss, als ich bin. Ich kann lernen, Dinge anders zu tun. Ich kann lernen anders zu handeln. Aber anders sein muss ich nicht. Und das soll ich auch gar nicht.

Bei meinen Freundinnen ist das einfacher

Und genau das kann ich ihnen immer wieder sagen. Und sie mir. Nur bei mir selbst fällt mir das schwerer. Aber was wäre, wenn ich mir vorstellen würde, dass ich meine beste Freundin bin? Was würde ich dann zu mir sagen?

Würde ich mich ermahnen, kritisieren und mit mir schimpfen – wie ich es jetzt tue? Oder würde ich mich trösten und mir Mut machen?

 

In diesem Sinne: Seid euch selbst ein guter Freund…

 

Alles Liebe,

eure Anna

You Might Also Like

Hier geht's weiter
Das kam davor

4 Comment

  1. Reply
    Alu
    13. März 2018 at 23:16

    Ich arbeite dran. Das ist aber echt schwierig. LG alu

    1. Reply
      Anna
      13. März 2018 at 23:48

      Seufz. Na dann sind wir immerhin schon zu zweit… 😉

  2. Reply
    Nicole
    14. März 2018 at 00:46

    Nein zu dritt. Mir gehts genauso. LG Nicole G

    1. Reply
      Anna
      14. März 2018 at 21:52

      Na dann: Willkommen im Club!

Schreibe einen Kommentar

*

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen