Müll vermeiden als Familie – bei Lebensmitteln

Müll. Du lieber Himmel, wie viel Müll wir in unserer Gesellschaft produzieren! Und das ist ein echtes Problem, denn nicht jede Form von Müll ist recycelbar und selbst der Müll, den wir recyceln können verbraucht in der Produktion viele wertvolle Ressourcen. Und Plastik ist ein ganz besonderes Problem.

Deshalb versuchen wir in unserer Familie Müll so weit wie möglich zu vermeiden

Und wir sind an unserem Ziel wirklich überhaupt noch nicht angelangt! Aber es ist nicht aussichtslos, denn wir können eine ganze Menge tun – und es ist gar nicht so aufwändig wie wir oft denken. Einige meiner Leser haben mich gebeten, meine Erfahrungen mit euch zu teilen und euch zu erzählen, welche Strategien uns helfen, Müll zu vermeiden.

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Los geht’s:

Müll vermeiden bei Lebensmitteln

Keksverpackungen, Einwegflschen, Quetschies, Nudelverpackungen, in Folie verpacktes Obst und Gemüse – die Liste könnte unendlich sein. Der meiste Müll, den wir als Familie produzieren, ist Verpackungsmüll. Geht euch das ähnlich?

Dann gibt es etwas, was ihr dagegen tun könnt:

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Der Wochenmarkt

In Großstädten und auch in Kleinstädten gibt es fast überall einen Wochenmarkt. Und der ist eine ganz unkomplizierte Möglichkeit Lebensmittel unverpackt einzukaufen, denn fast alles wird lose angeboten und kann in selbst mitgebrachte Gefäße abgefüllt werden.

Die Biokiste

In den Großstädten kennt man sie, aber sie erobert auch kleinere Städte und zunehmend auch das Land: Die Biokiste. Googelt doch einfach mal, ob es in eurer Region eine Biokiste oder einen Bio-Lieferservice gibt. Das Konzept ist so einfach wie genial: Ein Mal die Woche (oder in einem individuell anderen Rhythmus) wird euch eine große Kiste mit (größtenteils) unverpackten Lebensmitteln ins Haus geliefert. Meist ist das Obst und Gemüse und meist habt ihr die Wahl, wie viel davon ihr haben möchtet. Einige Biokisten liefern auch andere Lebensmittel, wie Milchprodukte, Fleisch, Mehl, Marmeladen und dergleichen. Das ist dann allerdings nur zum Teil müllfrei – Pfandflaschen und Gläser sind super, in Plastik eingeschweißte oder Papier verpackte Lebensmittel nicht ganz so…

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Der Unverpackt-Laden

Sie sprießen an vielen Orten fast wie Pilze aus dem Boden und sind eine ganz wunderbare Möglichkeit verpackungsfrei einzukaufen. Leider gibt es sie aber noch nicht überall – findet doch mal heraus, ob es bei euch in erreichbarer Nähe einen unverpackt-Laden gibt! Ein unverpackt-Laden funktioniert ähnlich wie ein Wochenmarkt – ihr bringt eure Gefäße mit, wiegt sie leer ab, befüllt sie dann und lasst sie befüllt noch einmal wiegen. Ganz unkompliziert.

Selber machen, Urban Gardening und Urban Homesteading

Ganz kommt man daran wahrscheinlich nicht vorbei, wenn man Verpackungsmüll vermeiden möchte: Selber machen! Und tatsächlich lässt sich so vieles, so unkompliziert selber machen. Brot backen ist zum Beispiel ganz einfach. Wenn ihr Alternativen und Ideen zu gekauften, verpackten Lebensmitteln sucht, lohnt es sich bei Pinterest vorbei zu schauen. Da werdet ihr ganz sicher fündig.

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Urban Gardening und Urban Homesteading gehen noch ein Schrittchen weiter in Richtung Selbstversorgung. Wenn du zu Hause einen großen Garten und viel Zeit hast – großartig! Dann kannst du einen großen Teil deines Gemüses und Obstes selber anbauen. Wenn du wenig Platz und wenig Zeit hast – auch kein Problem. Urban Gardening und Urban Homesteading greifen genau dieses Phänomen auf und eröffnen so viele Möglichkeiten, wie du im Schrebergarten, auf der Terrasse, dem Balkon, sogar auf der Fensterbank (!) Gemüse, Kräuter und Obst wachsen lassen kannst. Wenn du Ideen suchst, dann schau doch mal auf meinem Pinterest Board zum Thema vorbei!

Und wie geht es jetzt weiter?

Müll entsteht ja nicht nur bei Lebensmitteln – ich habe euch schon einmal über natürliche Babypflege und über Stoffwindeln erzählt.

Aber jetzt seid ihr gefragt: Was für Tipps könnt ihr mit uns teilen? Und habt ihr Wünsche an mich, worüber soll ich schreiben im Hinblick auf Nachhaltigkeit in der Familie und Müllvermeidung? Ich bin gespannt auf eure Anregungen!

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5 Comment

  1. Reply
    Katri
    27. März 2017 at 13:10

    Hallo Ida! Das sind schon mal echt gute Tipps! Auch in ganz normalen Supermärket kann man ja seine eigenen Beutel nehmen für Obst&Gemüse, und z.B. Lebensmittel in Glas und Kartonverpackungen kaufen statt Plastik.
    Jetzt zur Fastenzeit mache ich auf meinem Insta-Account eine Serie zu nachhaltig Leben (mit Kindern), auch mit vielen Tipps zur Müllvermeidung. Ursprünglich wollte ich jeden Tag posten, tatsächlich schaffe ich es zumindest fast jeden Tag ;-).
    LG,
    K

    1. Reply
      Ida
      31. März 2017 at 20:30

      Aber fast jeden Tag ist doch auch schon toll! Ich glaube, dass kann viele andere ermutigen.
      Bitte entschuldige die späte Antwort – hier ist im Moment so furchtbar viel los…
      Liebe Grüße
      Ida

  2. Reply
    Katri
    4. April 2017 at 22:18

    Kein Problem :-). Ich wünsche dir ganz viel Kraft!

  3. Reply
    ANTJE
    9. Februar 2018 at 10:29

    Hallo Ida! Ich bin erst Anfang diesen Jahres auf das Thema Zero Waste über die Minimalismus-Challenge gestoßen. Wir sind aktuell am Umbauen und müssen daher gründlich ausmisten. Hinzu kommt mein Wunsch, in Zukunft nachhaltiger zu leben. Zero Waste ist für mich die logische Konsequenz hieraus. Allerdings sind wir sowohl von Minimalismus, als auch von Zero Waste tatsächlich meilenweit entfernt. Dabei habe ich immer schon darauf geachtet, eigene Stofftaschen beim Einkaufen zu benutzen, auf Einweg-Kaffeebecher zu verzichten und Kurzstrecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück zu legen.
    Als Familie ist es aber meiner Meinung nach besonders schwer. Ich bin berufstätig mit drei Kindern und Haus und Garten und mir fehlt für Vieles schlicht die Zeit. Zero Waste ist zeitaufwändig: in speziellen Läden Einkaufen, Dinge selbst herstellen … . Hinzu kommt noch, dass jedes Familienmitglied seine speziellen Vorlieben hat, auf die er/sie nicht verzichten möchte (bei meinem Mann z. B. die Werbung im Briefkasten). Wie bekommt Ihr alle unter einen Hut?

    GLG Antje

    1. Reply
      Anna
      14. Februar 2018 at 22:38

      Liebe Antje,

      auch wir sind von Zero Waste und Minimalismus wirklich noch meilenweit entfernt. Leider. 🙁 Aber wir gehen Schritt für Schritt weiter und haben schon viel dazu gelernt.

      Wir bekommen bspw. eine Bio-Kiste und können so eine ganze Menge Verpackungen sparen. Allerdings eben leider nur die Verpackungen von Obst, Gemüse und Milchprodukten. “Trockene” Lebensmittel (Nudeln, Reis, Müsli, Hirse, etc.) kaufen wir nach wie vor in der Plastikverpackung. Das ist unsere größte Baustelle.
      Wir kochen jeden Tag frisch, backen unser Brot selbst und mahlen auch unser Mehl selbst – und können so jede Menge Plastik einsparen. Das Getreide kommt im Papiersack zu uns. Das ist immer noch Müll. Aber wenigstens kein Plastik.
      Im Bad haben wir es schon geschafft fast vollständig plastikfrei und fast müllfrei zu werden – mit Bambuszahnbürsten, Zahnputztabletten und Seifenstücken statt Shampoo und Duschgel.
      Wir machen tatsächlich eine Menge selbst und versuchen einfach auf all das zu verzichten, was wir nicht unbedingt brauchen.
      Aber am Ziel angekommen sind wir noch lange nicht.
      Ich glaube, nachhaltig zu leben ist ein kontinuierlicher Lernprozess. Es geht nicht darum, wer als erstes ankommt oder wer nachhaltiger ist als ein anderer. Wichtig ist, sich auf den Weg zu machen und sich nicht entmutigen zu lassen.

      Ich habe leider keinen wirklichen Rat für dich – auch wir bekommen nicht immer alle Familienmitglieder unter einen Hut und haben noch ein wirklich großes Stück Weg vor uns. Aber ich hoffe, ich konnte dir zumindest Mut machen. Denn das ist doch eigentlich das Wichtigste!

      Ganz liebe Grüße zurück!
      Anna

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