Was heißt für dich „Leben wie in Bullerbü“? – Nadine vom mehrfamilienblog

In der ersten Ausgabe von „Leben wie in Bullerbü“ erzählt Nadine, welchen Platz Bullerbü in ihrem Alltag hat. Nadine betreibt den mehrfamilienblog, ist glücklich verheiratet und erwartet ihr zweites Kind.

Was heißt für dich „Leben wie in Bullerbü“?

Ich denke beim „Leben wie in Bullerbü“ zuerst an ein harmonisches Zusammenleben in der eigenen Familie und mit den Menschen drumherum. Dabei merke ich aber gleich, dass der Hamoniebegriff nicht so einhundertprozentig das trifft, was ich meine, oder zumindest einen Beigeschmack von rosarot-und-niemals-Streit hat, der mit Bullerbü für mich nichts zu tun hat. Streiten gern – auf Augenhöhe, ohne zu verletzen. Und dann den neuen Schritt aufeinander zu wagen: Versöhnung. In „meinem Bullerbü“ ist die Familie eng miteinander verbunden, in Liebe, die unaufdringlich und doch immer spürbar ist, auch für die Kinder. Die Bullerbügeschichten von Astrid Lindgren leben für mich außerdem von viel gemeinsamer Zeit und Erlebnissen mit Freunden, anderen Menschen generell und einfach auch von der Natur. Die freie Zeit am Tag bewusst miteinander zu verbringen, gemeinsam zu essen, gemeinsam in Wald und Flur unterwegs zu sein, zu spielen, zu arbeiten und zu lernen – das ist Leben wie in Bullerbü.

Was bedeutet Bullerbü für dich in deinem Alltag?

So bewusst verwende ich den Bullerbü-Begriff in meinem Alltag eigentlich nicht, aber all das, was ich eben als Leben in Bullerbü gekennzeichnet habe – das ist mir natürlich sehr wichtig. Wobei die Natur da durchaus nicht immer ihren großen Platz hatte. Mittlerweile bin ich froh, in zehn Minuten im Wald sein zu können, frische Luft zu atmen und dort mit meiner Familie Neues zu sehen und zu erleben – auftanken für den Alltag. So sind Bullerbü-Momente also Kraftquellen für den Alltag einerseits. Andererseits kann das „Leben wie in Bullerbü“ für mich auch ein Ideal sein, an das ich mich erinnere und nach dem ich strebe.
bullerbue

Was lernst du von Bullerbü?

Ich vermute, dass es in Bullerbü (bei Astrid Lindgren) nicht immer sonderlich aufgeräumt war. Dafür war zu viel zu tun – die Erwachsenen waren bestimmt mit viel Arbeit beschäftigt, die Kinder damit, viel zu spielen… Wenn ich mich also demnächst in Küche und Wohnzimmer umgucke und das gefühlte Chaos auf der Stelle beseitigen möchte, dann lehne ich mich vielleicht einfach zurück, gönne mir einen Kaffee und den ruhigen Moment, wenn der Wirbelwind schläft einfach ohne Aufräumen für mich.

Was brauchst du für ein bisschen Bullerbü in deinem Alltag?

Genug Schlaf und den Blick für das Schöne im Alltäglichen. Unausgeruht nervt die Unordnung, kommt einem die Zeit miteinander schlecht genutzt vor und die Ideen vom Wirbelwind werden auch nicht besser… Wenn ich aber den einen Schritt zurück schaffe und mit ein bisschen Entfernung – und vielleicht nach einem kurzen Pausenmoment – auf die Dinge schaue, dann ist das wie ein Neustart mitten am Tag. Das Schöne sehen, das weniger Schöne zulassen und weiter gemeinsam froh und einander unterstützend durch den Alltag gehen. Da ist Bullerbü.

Was bedeutet für dich „Leben wie in Bullerbü“? Schreib mir gern, wenn du magst. Ich veröffentliche gerne ein Interview mit dir.

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