Die Suche nach einem geeigneten Kindergarten – oder auch nicht

In der Vergangenheit habe ich schon öfters mit euch meine Gedanken zum Thema „kitafrei“ geteilt, denn unsere Kinder werden bisher ausschließlich durch uns Eltern betreut. Abgesehen von Einzelsituationen, wo mal die Oma oder die Patentante einspringt. Wir genießen diesen Weg sehr und er ist für uns entspannt und friedlich und ganz und gar stimmig.

Aber werden wir auf diesem Weg bleiben?

Wir wissen es noch nicht. Wir denken schon eine ganze Weile über diese Frage nach und ziehen alle möglichen Gedanken in Betracht – entschieden haben wir uns aber noch nicht. Wir sind noch im Prozess. Auf der Reise sozusagen. Und auf diese Reise nehmen wir euch mit. Ich werde euch auf dem Laufenden halten über unseren Entscheidungsprozess in der Kita-Frage.

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Vielleicht bist du gerade in einer ähnlichen Situation?

Dann kann ich dir vielleicht mit unseren Überlegungen, unseren Zweifeln, unseren Gedanken, Ideen und Entscheidungen helfen. Vielleicht denkst du über ganz ähnliche Lösungen nach – oder auch nicht. Vielleicht wird dir durch unsere Gedanken auch deutlich, dass du etwas ganz anderes möchtest, suchst und brauchst.

Wo stehen wir gerade?

Gerade jetzt im Moment beschäftigen uns eine ganze Reihe Fragen, es ist ein bisschen so, als ob wir unser Pferd von hinten aufzäumen würden. Was für eine Schule könnten wir uns für unsere Kinder vorstellen? Das ist tatsächlich unsere Ausgangsfrage. Obwohl unsere Kinder noch so klein sind. Irgendwie bescheuert. Aber an dieser Frage hängt so viel. Wenn wir uns für eine Schule mit einem besonderen Konzept entscheiden sollten, dann kann es von Vorteil sein, wenn unsere Kinder schon einen Kindergarten besucht haben, der nach dem gleichen Konzept gearbeitet hat. Anders herum kann es von Nachteil sein, wenn unsere Kinder gar nicht im Kindergarten gewesen sind.

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Aber was für eine Schule wäre das?

Es gibt ausgezeichnete staatliche Schulen. Es gibt tolle konfessionelle Schulen. Und es gibt großartige freie Schulen. Eigentlich ärgert es mich unheimlich, dass unsere Kinder überhaupt zur Schule gehen müssen, mir wäre es viel lieber, wenn wir als Familie gemeinsam ganz frei entscheiden könnten, ob unsere Kinder denn überhaupt zur Schule gehen möchten oder lieber in der Familie lernen würden (Stichwort Home Education). Wir haben allerdings Angst vor den Konsequenzen, die uns in Deutschland drohen würden.

Deshalb werden wir wohl klein beigeben.

Wir haben uns intensiv mit verschiedenen pädagogischen Ansätzen beschäftigt, unter anderem Montessori und Waldorf. Über unsere Haltung zur Waldorfpädagogik habe ich ja schon einmal einen Artikel geschrieben. Wenn du diesen Artikel kennst, wird es dich vielleciht verwundern, dass wir trotzdem eine Waldorfschule für uns in Betracht ziehen würden.

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Ja. Tatsächlich. Warum genau, das so ist, erzähle ich dir das nächste Mal.

Genau dieser Gedanke, dass Waldorf für uns als Familie vielleicht funktionieren könnte, lässt uns jetzt im Moment Ausschau halten nach Waldorfkindergärten. Einfach mal schauen. Mal sehen, ob wir uns vorstellen könnten, unsere Kinder dort ihre Vormittage verbringen zu lassen. Mal sehen, ob wir zusammen passen könnten – wir und der Kindergarten. Mal sehen, ob unsere Kinder überhaupt in den Kindergarten gehen wollen würden.

Mal sehen.

Ich halte euch auf dem Laufenden. Wie sieht es bei euch aus? Erzählt doch mal von euren Entscheidungsprozessen!

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16 Comment

  1. Reply
    steffiiscooking
    31. August 2016 at 18:19

    Hallo liebe Ida! Ja , ich kann euch verstehen. Auch ich bzw wir stehen vor dieser Frage. Ich würde gerne ein Masterstudium beginnen , aber dafür kann mein Mann bspw nicht so oft frei nehmen .. Also zunächst erstmal : Viele Kita Kinder besuchen auch keine Vorschule u oft kommen nicht die Kita Kinder aus der selben Gruppe dann auch in die selbe Klasse. Ob Vorschule sinnvoll ist kann man auch abhängig machen vom Stand des Kindes- kann es schon zählen , vllt seinen Namen schreiben, das ABC etwas etc.. Alles kann man spielerisch daheim üben. Das machen wir zumindest. Gemeinsam den Namen schreiben, Vorlesen mit Zeigen der Wörter parallel etc.. Projekte , wie :was passiert mit Wasser wenn es friert? Wenn es lange steht u verdunstet? Wen es mit Sand in Verbindung kommt? Wozu ist Wasser nützlich etc.. so kann man mit Kids eine ganze Projektwoche füllen. So machen wir es. Mit Experimenten, wie Buchweizen einpflanzen gemeinsam , gießen, wachsen sehen, ernten u in Smoothie verarbeiten.. Also für mich ist Vorschulkita nichts anderes. Höchstens der Gruppenprozess. Und nun kommt es: hierfür gibt es- zumindest bei uns in der Nähe eine Art Bauspielplatz. Die werden von der Stadt gefordert nur vormittags Kinder zu betreuen. Ein über 3000 m2 Grundstück mit eigene gebaute HolzHütten, es gibt mal Stockbrot am Lagerfeuer, es gibt einen Garten in denen sie Kartoffeln etc ernten u essen, es gibt kein Zwang , kein Konzept u keinen starren Ablauf. Einige Kids spielen draußen, andere Malen , wieder andere verkleiden sich… Diese bieten wtl Treffs vor Ort für Eltern mit Kids.. und das ist es. Ich gehe dort mit den Kids hin, sie spielen , ich engagiere mich u helfe den Betreuern bei ihren allgemeinen Aufgaben u kann agieren , wenn was mit meinen Schietern ist. Manchmal gibt es zB Eltern , die die Häuser mit Kids frisch bemalen und viele Freiwillige , die kommen , um mit Kids zu singen oder mit Holz zu handwerkeln.
    Beim Thema Schule bevorzugen wir bisher gedanklich nur eine hierige demokratische Schule- ohne Klassen , ohne starren Unterrichtseinheiten etc.. Dies ist natürlich umstritten und am liebsten möchte ich auch die Kids weiter daheim behalten. Aber dann kommt nur Auswanderung in Betracht. Wir schauen uns Ende des Jahres ein Land und Örtlichkeit an,welches für uns in Betracht kommen könnte. Dies ist auch Thema bei uns ,wobei mein Mann es dabei nicht zu einfach hat , da er beruflich hier natürlich voll eingefleischt ist. Aber dennoch denkt er mit uns darüber nach u wir werden es in wenigen Jahren entscheiden müssen. Und der Gedanke von euch an Schulzeit kann gerade bei solchen Grundeinstellungen nie zu früh sein. Ich wünsche euch viel Erfolg!

    1. Reply
      Ida
      31. August 2016 at 22:33

      Wow, das hört sich toll an!

      Wir werden nicht das Land verlassen. Zumindest ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass wir das tun würden. Deswegen werden wir uns auch der Schulpflicht beugen und sind eben auf der Suche, nach einem Weg der gut mit uns zusammenpassen würde.

      In so eine Schule hinein zu kommen ohne dass die Kinder vorher den dazu gehörigen Kindergarten besucht haben, ist allerdings mehr als schwierig.

      Deshalb suchen wir nach einem Kita-Platz. Und versuchen uns mit dem Gedanken anzufreunden. Nur das ist der Grund – alles andere könnten wir auch hier in der Familie leisten…

  2. Reply
    steffiiscooking
    31. August 2016 at 18:19

    Hallo liebe Ida! Ja , ich kann euch verstehen. Auch ich bzw wir stehen vor dieser Frage. Ich würde gerne ein Masterstudium beginnen , aber dafür kann mein Mann bspw nicht so oft frei nehmen .. Also zunächst erstmal : Viele Kita Kinder besuchen auch keine Vorschule u oft kommen nicht die Kita Kinder aus der selben Gruppe dann auch in die selbe Klasse. Ob Vorschule sinnvoll ist kann man auch abhängig machen vom Stand des Kindes- kann es schon zählen , vllt seinen Namen schreiben, das ABC etwas etc.. Alles kann man spielerisch daheim üben. Das machen wir zumindest. Gemeinsam den Namen schreiben, Vorlesen mit Zeigen der Wörter parallel etc.. Projekte , wie :was passiert mit Wasser wenn es friert? Wenn es lange steht u verdunstet? Wen es mit Sand in Verbindung kommt? Wozu ist Wasser nützlich etc.. so kann man mit Kids eine ganze Projektwoche füllen. So machen wir es. Mit Experimenten, wie Buchweizen einpflanzen gemeinsam , gießen, wachsen sehen, ernten u in Smoothie verarbeiten.. Also für mich ist Vorschulkita nichts anderes. Höchstens der Gruppenprozess. Und nun kommt es: hierfür gibt es- zumindest bei uns in der Nähe eine Art Bauspielplatz. Die werden von der Stadt gefordert nur vormittags Kinder zu betreuen. Ein über 3000 m2 Grundstück mit eigene gebaute HolzHütten, es gibt mal Stockbrot am Lagerfeuer, es gibt einen Garten in denen sie Kartoffeln etc ernten u essen, es gibt kein Zwang , kein Konzept u keinen starren Ablauf. Einige Kids spielen draußen, andere Malen , wieder andere verkleiden sich… Diese bieten wtl Treffs vor Ort für Eltern mit Kids.. und das ist es. Ich gehe dort mit den Kids hin, sie spielen , ich engagiere mich u helfe den Betreuern bei ihren allgemeinen Aufgaben u kann agieren , wenn was mit meinen Schietern ist. Manchmal gibt es zB Eltern , die die Häuser mit Kids frisch bemalen und viele Freiwillige , die kommen , um mit Kids zu singen oder mit Holz zu handwerkeln.
    Beim Thema Schule bevorzugen wir bisher gedanklich nur eine hierige demokratische Schule- ohne Klassen , ohne starren Unterrichtseinheiten etc.. Dies ist natürlich umstritten und am liebsten möchte ich auch die Kids weiter daheim behalten. Aber dann kommt nur Auswanderung in Betracht. Wir schauen uns Ende des Jahres ein Land und Örtlichkeit an,welches für uns in Betracht kommen könnte. Dies ist auch Thema bei uns ,wobei mein Mann es dabei nicht zu einfach hat , da er beruflich hier natürlich voll eingefleischt ist. Aber dennoch denkt er mit uns darüber nach u wir werden es in wenigen Jahren entscheiden müssen. Und der Gedanke von euch an Schulzeit kann gerade bei solchen Grundeinstellungen nie zu früh sein. Ich wünsche euch viel Erfolg!

    1. Reply
      Ida
      31. August 2016 at 22:33

      Wow, das hört sich toll an!

      Wir werden nicht das Land verlassen. Zumindest ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass wir das tun würden. Deswegen werden wir uns auch der Schulpflicht beugen und sind eben auf der Suche, nach einem Weg der gut mit uns zusammenpassen würde.

      In so eine Schule hinein zu kommen ohne dass die Kinder vorher den dazu gehörigen Kindergarten besucht haben, ist allerdings mehr als schwierig.

      Deshalb suchen wir nach einem Kita-Platz. Und versuchen uns mit dem Gedanken anzufreunden. Nur das ist der Grund – alles andere könnten wir auch hier in der Familie leisten…

  3. Reply
    steffiiscooking
    31. August 2016 at 18:33

    Ach: ich meinte nicht gefordert , sondern die Betreuung wird gefördert von der Stadt. Es ist eine Elterninitiative. Es gibt zwar ausgebildete Erzieher dort , aber auch Quereinsteiger , die Erfahrungen als zB vierfache Mütter mitbringen 🙂 Wenn unsere irgendwann sagen würden , dass sie dort auch ein paar Stunden ohne mich sein könnten , dann würde ich sie ggf anmelden. Dabei kann man einen oder zwei .. Vormittage wählen. Wie man mag. Aber das war bisher nicht der Fall, zumal sie bisher auch nicht voll mit den anderen Kids spielen. Sie handeln eher einzig darum , wer nun welches Spielzeug haben kann 🙂 Das haben wir mit den beiden aber auch privat. Also ob Kita dafür notwendig erscheint? Und wie sich es auswirkt , wenn ich dann nicht mehr mit darauf achten kann , wie die Kids miteinander umgehen? Denn auch ein Erzieher kann solche individuellen Prozesse in einer Gruppe von mehr als drei ,vier Kindern nicht mehr mit begleiten. LG

    1. Reply
      Ida
      31. August 2016 at 22:35

      Solange deine Kinder schon gut sprechen können und sagen können, wenn es ihnen mit etwas nicht gut geht und freiwillig und gern dorthin gehen, hört sich das doch gut an!

  4. Reply
    steffiiscooking
    31. August 2016 at 18:33

    Ach: ich meinte nicht gefordert , sondern die Betreuung wird gefördert von der Stadt. Es ist eine Elterninitiative. Es gibt zwar ausgebildete Erzieher dort , aber auch Quereinsteiger , die Erfahrungen als zB vierfache Mütter mitbringen 🙂 Wenn unsere irgendwann sagen würden , dass sie dort auch ein paar Stunden ohne mich sein könnten , dann würde ich sie ggf anmelden. Dabei kann man einen oder zwei .. Vormittage wählen. Wie man mag. Aber das war bisher nicht der Fall, zumal sie bisher auch nicht voll mit den anderen Kids spielen. Sie handeln eher einzig darum , wer nun welches Spielzeug haben kann 🙂 Das haben wir mit den beiden aber auch privat. Also ob Kita dafür notwendig erscheint? Und wie sich es auswirkt , wenn ich dann nicht mehr mit darauf achten kann , wie die Kids miteinander umgehen? Denn auch ein Erzieher kann solche individuellen Prozesse in einer Gruppe von mehr als drei ,vier Kindern nicht mehr mit begleiten. LG

    1. Reply
      Ida
      31. August 2016 at 22:35

      Solange deine Kinder schon gut sprechen können und sagen können, wenn es ihnen mit etwas nicht gut geht und freiwillig und gern dorthin gehen, hört sich das doch gut an!

  5. Reply
    Hallo September! | A Bullerbü Life
    1. September 2016 at 09:04

    […] August ist meine neue Artikel-Serie „Bleiben wir kitafrei?“ gestartet. Ich werde euch auf dem Laufenden darüber halten, wie wir uns entscheiden. Dürfen […]

  6. Reply
    Hallo September! | A Bullerbü Life
    1. September 2016 at 09:04

    […] August ist meine neue Artikel-Serie „Bleiben wir kitafrei?“ gestartet. Ich werde euch auf dem Laufenden darüber halten, wie wir uns entscheiden. Dürfen […]

  7. […] zu meiner neuen Artikel-Serie „Bleiben wir kitafrei?“ habt ihr euch im August auch wieder mit meinem Hauptartikel zum Thema „Kitafrei“ […]

  8. […] zu meiner neuen Artikel-Serie „Bleiben wir kitafrei?“ habt ihr euch im August auch wieder mit meinem Hauptartikel zum Thema „Kitafrei“ […]

  9. Reply
    Francine
    3. September 2016 at 22:19

    Hallo,
    Ich lese deinen Blog sehr gerne, auch wenn ich selbst vieles anders mache oder sehe. Mir gefällt, dass du nicht so dogmatisch bist sondern, wie bei dieser Entscheidung mal in die eine, mal in die andere Richtung denkst und dir Zeit lässt.
    Mit der Zeit macht man sich so irgendwie ein Bild von der Person hinter dem Blog und das ist für mich meistens stimmig. Nur bei diesem Unschooling Thema hakts bei mir irgendwie. Ich glaube für dich ist es wichtig, dass deine Kinder viel selbstbestimmt tun, sich eine eigene Meinung bilden können, viel ausprobieren dürfen. Aber mir scheint es so als dürfen sie das alles nur in ihrer Bullerbü-Welt. Aber das Spektrum der Welt und Gesellschaft ist ja viel größer und eine normale Schule ein recht normaler Teil von ihr. Andersherum gesagt: Es scheint mir leicht, Kinder tolerant und selbstbestimmt aufzuziehen, wenn man dabei immer in seiner Sphäre bleibt. Das soll jetzt nicht so fies klingen, ich finde es schwierig aufzuschreiben. Ich meine nur, warum sollen sich eure Kinder nicht auch außerhalb der von euch kontrollierten Welt entfalten und ausprobieren dürfen? Und ich meine ja jetzt nicht gleich so eine Gossenschule in Berlin-Neukölln sondern einfach eine normale Schule bei euch auf dem Land. Wo es Holzmaterialien gibt, aber auch Kinder die gern mit Plastik-Transformern und Barbies spielen. Wo es Jonathans und Philomenas, aber auch stinknormale Julias und Bennis gibt (und vielleicht sogar mal ne Sandy ;)).
    Was fürchtest du an einer ganz normalen Schule?
    Ich hoffe, du fühlst dich von mir nicht beleidigt, die letzte Frage stelle ich aus ehrlichem Interesse, weil ich bisher nicht verstanden habe, was dich am normalen Schooling (müsste ja dann so heißen, gell?) stört. Ich vermute den FremdEinfluss, den du dann nicht kontrollieren kannst, aber das ist nur eine Vermutung.
    Danke für deinen Blog und alles Gute für deine Familie!

    1. Reply
      Ida
      3. September 2016 at 22:44

      Danke für deine kritische Rückfrage!
      Unschooling ist für mich eine wunderschöne Idee und es macht mich traurig, dass sie sich in Deutschland nicht umsetzen lässt. Ich fände es einfach schön, wenn es auch hier die Wahlfreiheit geben würde, die es in so vielen anderen Ländern gibt (Dänemark, UK, USA, Kanada, Neuseeland, Australien, Österreich, etc.) – ich bin allerdings nicht unbedingt gegen die Schule. Und unsere Kinder werden auch in die Schule gehen.
      Sorge bereitet mir nicht unbedingt, dass sie mit anderen Einflüssen in Berührung kommen könnten – das sehen sie hier in der Großstadt jeden Tag und auch unsere Kirchengemeinde ist sehr bunt und vielseitig.
      Mir bereitet eher Sorge, dass sie durch die mangelnde Selbstbestimmung in der Schule die Freude am Lernen verlieren könnten. Und auch Dinge wie Mobbing beschäftigen mich. Trotzdem sehe ich das ganze Thema insgesamt eigentlich recht optimistisch: Wir werden eine Schule finden, die zu unseren Kindern passt.

      Das Thema Unschooling werde ich in Zukunft gar nicht mehr so intensiv aufgreifen – einfach weil es irgendwie müßig ist. Mich hat einfach eine ganze Weile der Gedanke beschäftigt, dass ich es schade finde, dass diese Form von Bildungsfreiheit in Deutschland eben nicht existiert.

      Konnte ich deine Frage beantworten? Frag sonst gern noch mal nach!

  10. Reply
    Francine
    3. September 2016 at 22:19

    Hallo,
    Ich lese deinen Blog sehr gerne, auch wenn ich selbst vieles anders mache oder sehe. Mir gefällt, dass du nicht so dogmatisch bist sondern, wie bei dieser Entscheidung mal in die eine, mal in die andere Richtung denkst und dir Zeit lässt.
    Mit der Zeit macht man sich so irgendwie ein Bild von der Person hinter dem Blog und das ist für mich meistens stimmig. Nur bei diesem Unschooling Thema hakts bei mir irgendwie. Ich glaube für dich ist es wichtig, dass deine Kinder viel selbstbestimmt tun, sich eine eigene Meinung bilden können, viel ausprobieren dürfen. Aber mir scheint es so als dürfen sie das alles nur in ihrer Bullerbü-Welt. Aber das Spektrum der Welt und Gesellschaft ist ja viel größer und eine normale Schule ein recht normaler Teil von ihr. Andersherum gesagt: Es scheint mir leicht, Kinder tolerant und selbstbestimmt aufzuziehen, wenn man dabei immer in seiner Sphäre bleibt. Das soll jetzt nicht so fies klingen, ich finde es schwierig aufzuschreiben. Ich meine nur, warum sollen sich eure Kinder nicht auch außerhalb der von euch kontrollierten Welt entfalten und ausprobieren dürfen? Und ich meine ja jetzt nicht gleich so eine Gossenschule in Berlin-Neukölln sondern einfach eine normale Schule bei euch auf dem Land. Wo es Holzmaterialien gibt, aber auch Kinder die gern mit Plastik-Transformern und Barbies spielen. Wo es Jonathans und Philomenas, aber auch stinknormale Julias und Bennis gibt (und vielleicht sogar mal ne Sandy ;)).
    Was fürchtest du an einer ganz normalen Schule?
    Ich hoffe, du fühlst dich von mir nicht beleidigt, die letzte Frage stelle ich aus ehrlichem Interesse, weil ich bisher nicht verstanden habe, was dich am normalen Schooling (müsste ja dann so heißen, gell?) stört. Ich vermute den FremdEinfluss, den du dann nicht kontrollieren kannst, aber das ist nur eine Vermutung.
    Danke für deinen Blog und alles Gute für deine Familie!

    1. Reply
      Ida
      3. September 2016 at 22:44

      Danke für deine kritische Rückfrage!
      Unschooling ist für mich eine wunderschöne Idee und es macht mich traurig, dass sie sich in Deutschland nicht umsetzen lässt. Ich fände es einfach schön, wenn es auch hier die Wahlfreiheit geben würde, die es in so vielen anderen Ländern gibt (Dänemark, UK, USA, Kanada, Neuseeland, Australien, Österreich, etc.) – ich bin allerdings nicht unbedingt gegen die Schule. Und unsere Kinder werden auch in die Schule gehen.
      Sorge bereitet mir nicht unbedingt, dass sie mit anderen Einflüssen in Berührung kommen könnten – das sehen sie hier in der Großstadt jeden Tag und auch unsere Kirchengemeinde ist sehr bunt und vielseitig.
      Mir bereitet eher Sorge, dass sie durch die mangelnde Selbstbestimmung in der Schule die Freude am Lernen verlieren könnten. Und auch Dinge wie Mobbing beschäftigen mich. Trotzdem sehe ich das ganze Thema insgesamt eigentlich recht optimistisch: Wir werden eine Schule finden, die zu unseren Kindern passt.

      Das Thema Unschooling werde ich in Zukunft gar nicht mehr so intensiv aufgreifen – einfach weil es irgendwie müßig ist. Mich hat einfach eine ganze Weile der Gedanke beschäftigt, dass ich es schade finde, dass diese Form von Bildungsfreiheit in Deutschland eben nicht existiert.

      Konnte ich deine Frage beantworten? Frag sonst gern noch mal nach!

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