Impuls am Montag, 16.02.2015

Es gibt in dieser Welt kein sogenanntes Frauenrecht auf Beruf und Berufung, aber es gibt ein Kinderrecht in der Welt auf die Frau.”

~ Gertrud von le Fort, 1876-1971, deutsche Schriftstellerin

Welch provokante These! Gertrud von le Fort ist eine Frau des letzten und vorletzten Jahrhunderts, sogar des letzten Jahrtausends – ihre These können wir also getrost als verstaubt und nicht mehr zeitgemäß abstempeln. Aber ist es wirklich so einfach?

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Wer war denn eigentlich Gertrud von le Fort? Gertrud von le Fort studierte zu Beginn des 20. Jahrhunderts Theologie, Geschichte, Kunstgeschichte, Literatur und Philosophie und wurde später Schriftstellerin. Sie war katholische Christin und Gegnerin des NS-Regimes.

Vielleicht sollte es uns aufhorchen lassen, dass eine hochgebildete, kritische Frau sich auf diese Weise über Kinder- und Frauenrechte und die Rolle der Mutter äußert – auch wenn sie eine Frau der letzten beiden Jahrhunderte war.

Wir sprechen heute viel über Gleichbehandlung und Gleichberechtigung, über Diskriminierung und Sexismus. Wir machen uns Gedanken, wie wir allen erwachsenen Menschen einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung und Karriere ermöglichen. Aber wir sprechen sehr wenig über Kinder und über ihre Rechte und Bedürfnisse.

Vielleicht sollten wir aber genau das in unsere Debatten, Diskussionen und Gedanken mit einbeziehen und unsere vermeintlich so modernen und fortschrittlichen Gedanken noch einmal überdenken.

 

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