Ich bin nicht perfekt – und das ist auch gut so!

Wir alle wünschen uns das Beste für unsere Familien. Ein harmonisches Familienleben. All diese schönen Dinge.

Und die meisten von uns haben ständig ein schlechtes Gewissen. Das ist doch irgendwie doof, oder?

Aber es ist so. Wir könnten eine aufgeräumtere Wohnung haben, wir könnten geduldiger mit unseren Kindern sein, wir könnten einfühlsamer mit dem Ehepartner sein, wir könnten lustiger mit unseren Freunden sein – wir könnten doch einfach mehr schaffen, fröhlicher sein, schöner sein, besser organisiert sein. Kurz: Wir könnten doch einfach perfekt sein!

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Und das ist der Haken mit dem „wir könnten doch einfach…“ – wir könnten es nämlich nicht. Und schon gar nicht einfach.

Wir geben täglich unser Bestes und wenn das nicht gut genug ist – und manchmal ist es das nicht – dann ist es wahrscheinlich nicht die Lösung sich „einfach“ noch mehr aufzuhalsen (und seien es nur Erwartungen), sondern die gewählten Prioritäten noch mal zu überdenken.

Unsere Kinder und wir Eltern sind dann glücklich, wenn wir in einer guten Beziehung zueinander stehen. Wenn wir auf Verständnis und Interesse treffen, wenn wir angenommen werden wie wir sind, wenn auf unsere Wünsche und Bedürfnisse eingegangen wird. Wenn wir miteinander reden, lachen und weinen können. Wenn wir uns streiten und wieder vertragen können. Wenn wir gemeinsame Zeit haben. Und Raum für Entwicklung.

Das alles ist wichtig für ein schönes und harmonisches Familienleben.

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Eine eher untergeordnete Rolle spielt dabei allerdings, ob die Spülmaschine ausgeräumt wurde, das Kinderzimmer ordentlich ist oder die Fenster geputzt sind. Eine gesunde Ernährung unserer Kinder ist wichtig, deshalb ist es gut wenn wir jeden Tag frisch kochen. Aber es darf auch einfach mal Nudeln mit Tomatensoße oder Bratkartoffeln geben. Engagierte Eltern sind toll für Kindergärten, Schulen und Vereine. Aber Mama und Papa müssen auch nicht in jedem Elternbeirat sitzen.

Eltern-Kind-Gruppen sind großartig, aber vielleicht reicht ein Termin pro Kind und Woche aus?

Klar sind wir keine perfekten Eltern, aber wenn wir uns das eingestehen und zugestehen, dann sind wir vielleicht doch noch ganz passabel.

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9 Comment

  1. Reply
    antschana
    11. Juli 2016 at 17:25

    danke 🙂 Beziehungen an erste Stelle zu setzen, fällt manchmal garnicht so leicht… oft denke ich, ich muss erst aufgeräumt haben, um mit den Kindern zu spielen; vll sollte ich es mal andersrum probieren. Ist dann zwar nicht perfekt, aber wohl ganz passabel… 😉

    1. Reply
      Ida
      11. Juli 2016 at 18:02

      Ich frage mich immer woran ich auf dem Sterbebett denken möchte: Mein ordentliches Haus oder die wertvollen Beziehungen, die ich gepflegt habe. Das hilft mir Prioritäten zu setzen. 😉

  2. Reply
    antschana
    11. Juli 2016 at 17:25

    danke 🙂 Beziehungen an erste Stelle zu setzen, fällt manchmal garnicht so leicht… oft denke ich, ich muss erst aufgeräumt haben, um mit den Kindern zu spielen; vll sollte ich es mal andersrum probieren. Ist dann zwar nicht perfekt, aber wohl ganz passabel… 😉

    1. Reply
      Ida
      11. Juli 2016 at 18:02

      Ich frage mich immer woran ich auf dem Sterbebett denken möchte: Mein ordentliches Haus oder die wertvollen Beziehungen, die ich gepflegt habe. Das hilft mir Prioritäten zu setzen. 😉

  3. Reply
    Ve
    14. August 2016 at 19:48

    Danke!!! Gerade heute tut dieser Artikel sehr gut! Ich bin alles andere als perfekt, aber wenn ich positiv gestimmt bin dann ist schon alles besser

    1. Reply
      Ida
      14. August 2016 at 22:28

      Keiner von uns ist perfekt, wirklich keiner. Und das ist auch gar nicht notwendig. Wichtig ist nur, dass wir uns jeden Tag neu bemühen. Immer und immer wieder.

  4. Reply
    Ve
    14. August 2016 at 19:48

    Danke!!! Gerade heute tut dieser Artikel sehr gut! Ich bin alles andere als perfekt, aber wenn ich positiv gestimmt bin dann ist schon alles besser

    1. Reply
      Ida
      14. August 2016 at 22:28

      Keiner von uns ist perfekt, wirklich keiner. Und das ist auch gar nicht notwendig. Wichtig ist nur, dass wir uns jeden Tag neu bemühen. Immer und immer wieder.

  5. […] es ist blöd. Aber es gehört halt auch dazu. Ich bin eben nicht perfekt – genauso wenig wie sonst irgendjemand auf dieser Welt. Und das muss ich auch nicht sein. Und […]

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