Glück hoch 3 – besonders schwanger

Als ich mein erstes Kind erwartete, diesem Wunder fassungslos gegenüber stand und mein Kopf fast zerplatzen wollte vor lauter Fragen, wandte ich mich an meine Großmutter. Und wer hätte mir auch eine bessere Beraterin sein können als sie – sie hatte immerhin sechs Kinder.

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Während ich hier sitze und mit der gleichen Verwunderung wie auch schon in meinen ersten beiden Schwangerschaften diesen riesigen Bauch betrachte, in dem ein echtes Baby lebt, kommt mir vor allem ein Satz meiner Großmutter ins Gedächtnis:

„Es ist jedes Mal wieder ganz anders.“

Wie recht sie damit hatte, denke ich jetzt. Und ich hätte nie gedacht, dass ich irgendwann mal eine Schwangerschaft wie diese erleben würde. So mitten zwischen Licht und Schatten, zwischen Freude und Sorge, eine Schwangerschaft, die noch schneller dahin rast, als die Schwangerschaften davor.

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Wenn mir vor ein paar Monaten noch nicht bewusst war, wie sehr Leben ein Wunder ist, dann ist es das jetzt. Und mir ist bewusst, wie fragil, zerbrechlich und unendlich wertvoll es ist. Unberechenbar.

Schwanger trotz Tumor

Das war ein Schock – diese Diagnose. Es folgten viele finstere Momente, aber auch viele Momente voller Hoffnung, Bestärkung und Unterstützung. Ich lernte unser Gesundheitssystem von seiner besten Seite kennen – engagierte Ärzte, einfühlsame Hebammen, wunderbare Krankenschwestern. Ich wurde aufgefangen in einem Netz aus Familie, Freunden, Kirchengemeinde und dem Gesundheitssystem.

Und während sich die Situation zuspitzte, die Arzt-Gesichter, in die ich blickte, immer besorgter aussahen und sich Verzweiflung und Zuversicht eine Art Ringkampf zu liefern schienen, stolperte ich wie zufällig über einen Bibelvers:

So viel bist du mir wert, dass ich Menschen und ganze Völker aufgebe, um dein Leben zu bewahren. Diesen hohen Preis bezahle ich, weil ich dich liebe.
Habt keine Angst, denn ich, der Herr, bin bei euch!
~ Jesaja 43, 4-5

Wie ein Licht in dunklen Stunden…

… war dieser Vers in den folgenden Monaten. Schließlich folgte die OP. Das Baby und ich kämpften gemeinsam. Und wir waren stärker als der Tumor. Auf einmal sind wir gesund. Und so erleichtert.

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Diese Schwangerschaft ist wirklich anders. Noch viel mehr anders, als ich jemals erwartet hätte. Besonders. Besonders sorgenvoll, aber auch besonders schön. Noch immer wache ich morgens auf und kann kaum glauben, dass die schlimme Zeit vorbei ist. Dass alles gut ist. Dass der Spuk ein Ende hat. Dass ich jetzt nur noch schwanger bin – und nicht mehr krank.

Besonders schwanger – und besonders dankbar

Es heißt, dass Kinder ein Geschenk sind (Psalm 127) und in absehbarer Zeit wird unser drittes Geschenk geboren. Ein ganz besonderes Geschenk. Ein Geschenk, das schon im Mutterleib Kampfgeist bewiesen hat. Beweisen musste.

Wenn mich diese Schwangerschaft (und diese Krankheit) eins gelehrt hat, dann ist es Staunen…

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1 Comment

  1. […] zu tun – und nicht unendlich viel Zeit dafür… Denn immerhin soll noch vor dem Winter unser drittes Kind geboren werden. Und es gibt noch so viel zu tun. Vorzubereiten. Zu […]

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