Von Schlaflosigkeit, nächtlichen Hausarbeiten und dem Morgengrauen – Geschichten, die das Leben schreibt

Manchmal schlafen Kinder nachts. Und Eltern. Und manchmal nicht. Vor nicht allzu langer Zeit haben wir genau das erlebt: Eine schlaflose Nacht. So etwas kommt vor von Zeit zu Zeit und bevor ich Kinder hatte, habe ich mir schlaflose Nächte deutlich schlimmer vorgestellt als sie wirklich sind. Sie sind anstrengend, aber sie sind kein Weltuntergang.

Eigentlich begann der Abend gar nicht so schlecht.

Ein Kind schlief recht schnell und unkompliziert ein, das andere brauchte ein wenig länger. Und blieb unruhig. Als wir zu Bett gingen wurde es noch unruhiger. Und noch unruhiger. Ich probierte alle Tricks aus, die ich als Mutter bisher gelernt habe: Stillen, schaukeln, wickeln, streicheln, beruhigend murmeln. Die Babyhängematte. Auch meckern – wobei meckern wirklich nie hilft. Irgendwann war die ganze Familie wach und ich beschloss, dass es so nicht weiter gehen könne.

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Also stand ich auf.

Es war drei Uhr am Morgen und weder das Kind noch ich hatten auch nur eine Minute geschlafen. In der Küche türmte sich ein riesiger Abwasch und ich beschloss diesen zu bekämpfen. Warum auch nicht? Morgens um drei abzuwaschen ist doch besser als tatenlos auf dem Sofa zu sitzen und auf den Schlaf zu hoffen. Und zu warten.

Während ich abwusch, spielte das Kind fröhlich vor sich hin. Meine Anspannung ließ nach und ich verlebte eigentlich eine ganz vergnügliche Zeit mit meinem schlaflosen Kind. Als der Abwasch erledigt war, zeigte mein Kind nach wie vor keine Anzeichen von Müdigkeit. Und so zogen wir von der Küche ins Wohnzimmer, wo ich es mir mit einem Buch auf dem Sofa gemütlich machte, während das Kind weiter spielte.

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Ich vermied es in Richtung Fenster zu blicken. Trotzdem entging mir nicht, dass der Morgen bereits graute…

Glücklicherweise las ich ein gutes Buch, so dass ich die Zeit fast genießen konnte. Irgendwann merkte ich, wie mein Kind knödelig wurde und sich eine gewisse Müdigkeit einstellte. Erleichtert legte ich mein Buch zur Seite und schlich mit Kind ins Schlafzimmer zurück, wo der Mann und das andere Kind friedlich schliefen.

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Es dauerte gar nicht lange bis mein schlafloses Kind dann doch in den Schlaf gefunden hatte. Draußen graute allerdings der Morgen bereits. Es war halb fünf…

Kennt ihr auch solche schlaflosen Nächte? Wie geht ihr damit um?

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