Die “Bullerbü-Familie”

Liebe kann man lernen. Und niemand lernt besser als Kinder. Wenn Kinder ohne Liebe aufwachsen, darf man sich nicht wundern, wenn sie selber lieblos werden.“

~Astrid Lindgren

A Bullerbü Life – dieser Name ist Programm dieses Blogs. Aber wie würde eine “Bullerbü-Familie” eigentlich aussehen? Und wäre so ein Ideal überhaupt erreichbar?

Wichtige Fragen, die sich aber erst nacheinander beantworten lassen.

In Astrid Lindgrens Büchern begegnen uns Ideale wie Liebe, Achtung und Vorbilder – aber auch ein liebevoller und vor allem respektvoller Umgang in den Familien. Die Kinder erleben Freiheit und Geborgenheit, sie können die Natur erkunden, nach Herzenslust spielen und darauf vertrauen, dass ihre Eltern immer für sie da sind. Kurz: Sie erleben Kinderglück.

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Die meisten Familien stehen auch heute hinter zumindest einem großen Teil dieser Ideale. Wenn wir diese Ideale in Verbindung bringen mit den waldorfpädagogischen Grundsätzen “Erziehung ist Selbsterziehung” und “Lernen durch Nachahmung” dann müssen wir als Eltern als erstes bei uns selbst beginnen, um diese Ideale verwirklichen oder uns ihnen zumindest annähern zu können.

Was könnten Grundlagen für eine Bullerbü-Familie sein?

Beobachten und reflektieren wir also zuerst uns selbst. Leben wir in unserer Ehe Liebe und Achtung? Ist unser Umgangston respekt- und liebevoll? Geben wir unseren Kindern Geborgenheit und lassen wir sie frei spielen?

Es gilt der alte Spruch: “Wie ich in den Wald hineinrufe, so schallt es auch zurück.” Als Eltern können wir an unserem Umgangston und unseren Umgangsformen arbeiten – dann werden sie sich auch auf unsere Kinder übertragen.

Was macht Bullerbü noch aus?

Die Kinder in Bullerbü wachsen in einer Gemeinschaft auf. Sie erleben Gemeinschaft in ihrer Familie, mit ihren Freunden und in ihrem Dorf. Auch dafür können wir uns einsetzen: Mit unseren Freunden und Familien und den Freunden der Kinder Gemeinschaft leben – das kann ein Ausflug sein, ein Spielenachmittag oder -abend, gemeinsames Kochen, Backen und Essen, gemeinsames Basteln, etc: Bewusst gestaltete gemeinsame Zeit.

Außerdem ist das Leben in Bullerbü reich an Ritualen: Pfefferkuchenbacken in der Adventszeit, all die Rituale an Heiligabend und Weihnachten, im Sommer das Mittsommernachtsfest, Ostern im Frühling. Rituale lassen darüber hinaus Gemeinschaft entstehen und geben Geborgenheit.

Bullerbü ist nicht unbedingt unerreichbar…

Das Ideal der “Bullerbü-Familie” ist keineswegs zu hoch gegriffen. Wir müssen zu keiner perfekten Familie werden, in der es niemals Streit gibt und in der pausenlos gelacht wird. Bullerbü bedeutet vor allem Geborgenheit, Gemeinschaft und Rituale.

Vor allem bedeutet Bullerbü jedoch eins: Kindheit wird vom Kind aus gedacht.

Bullerbü ist näher als wir denken…

 

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  3. […] Und zuguterletzt schaut ihr immer wieder in einen meiner ältesten Artikel hinein – meine Vision einer „Bullerbü-Familie“. […]

  4. […] wieder für mich überraschend und trotzdem nicht neu: „Die Bullerbü-Familie“ – einer meiner ersten Artikel – steht bei euch in jedem Monat hoch im […]

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