Wenn alles doof ist… – 8 Tipps wie du anstrengende Tage mit deinen Kindern meistern kannst

Manchmal ist alles doof. Solche Tage kennst du bestimmt – ich kenne sie auf jeden Fall. Ich habe eine lange To-Do-Liste im Kopf, wenig geschlafen, ein chaotisches Haus, brüllende Kinder, laufe noch am Mittag im Nachthemd mit ungekämmten Haaren umher und bin beileibe nicht so liebevoll und bedürfnisorientiert, wie es eigentlich meinen Grundsätzen entspricht.

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Ein doofer Tag.

Solche Tage gibt es eben. Manchmal können die Kinder nachts nicht oder nur unruhig schlafen und sind am Tag dementsprechend dünnhäutig. Und wir auch. Manchmal lernen, entdecken und erfahren sie so viel auf einmal, dass es ihnen schwer fällt alles zu verarbeiten. Manchmal sind sie frustriert. Wir ja auch.

Es gibt Tage, da läuft alles wie am Schnürchen. Das Haus ist sauber und ordentlich, Mama und die Kinder sind frisch angezogen und bester Laune. Und dann gibt es eben die anderen Tage. Die doofen Tage. Die Tage mit den zusammengebissenen Zähnen, der Sorgenfalte auf der Stirn und diesen kleinen Momenten, wo man selbst so richtig doof ist.

Doofe Tage gehören dazu…

Und ohne dich jetzt entmutigen zu wollen: Du kannst solche Tage nicht verhindern. Sie kommen einfach, weil sie eben dazu gehören. Du kannst auch nicht wirklich vorbeugen. Aber es gibt ein paar Tricks, die dir helfen können die Fassung zu bewahren. Ich verrate dir  8 Dinge, die mir im Alltag am besten helfen. Vielleicht ist ja für dich auch etwas dabei.

Meine 8 Tipps für einen entspannten Umgang mit doofen Tagen

  • Akzeptieren, dass der Tag doof läuft. Dass du dich doof verhälst. Dass deine Kinder kratzbürstig sind. Dass das Haus oder die Wohnung nicht aussieht wie im Katalog oder wie bei deiner Nachbarin. Das ist das, was mir persönlich am schwersten fällt, was aber gleichzeitig am allerhilfreichsten ist. Manchmal ist halt alles doof. Das gehört dazu. Akzeptiere es. Morgen ist wieder ein anderer Tag.
  • Eine Pause machen. Wie bitte? Mitten im größten Chaos? Ja. Genau dann. Wenn alles doof ist, brauchst du eine Pause. Setz dich für einen Moment aufs Sofa, schau mit deinen Kindern ein Bilderbuch an, spiele ein Spiel mit ihnen oder halte sie einfach im Arm (außer sie finden das in dem Moment total blöd). Tu etwas, was dir gut tut, oder tu vielleicht auch einfach gar nichts. Ein Moment Ruhe kann Wunder bewirken.

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  • Singe oder mache Musik an. Singen entspannt, singen bringt dich auf andere Gedanken. Wenn du nicht gern singst, leg Musik auf, die dir gefällt. Vielleicht bringt das auch deine Kinder auf andere Gedanken. Mir ist wichtig, dass bei uns im Haus nicht stundenlang am Stück das Radio läuft oder eine CD vor sich hin dudelt – Stichwort Reizüberflutung. Das muss ja aber auch nicht sein. Vielleicht möchtest du für 10 Minuten oder für eine halbe oder ganze Stunde Musik hören. Das reicht ja schon.
  • Setze Prioritäten. Was ist jetzt gerade wirklich am allerwichtigsten. Natürlich müsstest du die Küche wischen. Natürlich müsste das Bad geputzt und die Betten neu bezogen werden. Natürlich müsstest du die Wäsche aus dem Wäschekorb ENDLICH in die Schränke sortieren. Aber vielleicht reicht es ja schon, wenn du eine Ladung Windeln wäschst (falls ihr mit Stoffwindeln wickelt) und etwas zu essen kochst. Alles andere kannst du doch auch morgen machen. Da hast du bestimmt wieder mehr Energie.

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  • Geh raus. Wenn zu Hause alles schief läuft, hilft es oft einen ausgedehnten Spaziergang zu machen, auf den Spielplatz zu gehen oder vielleicht einfach nur einmal um den Block zu laufen. Frische Luft bringt euch alle auf andere Gedanken. Bewegung entspannt. Und du wärst jetzt zu Hause ohnehin nicht dazu gekommen, die Spülmaschine auszuräumen und das Backblech abzuwaschen.
  • Sag Termine ab. Oft laufen Tage mit vielen Terminen und Verpflichtungen nicht so toll. Überleg dir wie wichtig die Termine, Verpflichtungen und Verabredungen an diesem Tag wirklich sind. Ist es schlimm, wenn du diese Woche nicht zur Spielgruppe gehst? Kannst du dich nicht auch nächste Woche mit deiner Freundin und ihren Kindern auf dem Spielplatz treffen? Ist es wirklich so dramatisch, einen Kurstermin ausfallen zu lassen?
  • Rufe eine vertraute Person an. Vielleicht ist das deine Schwester, deine Mutter, eine gute Freundin oder dein Mann. Eigentlich ist gar nicht so entscheidend, wer es ist. Hauptsache ihr seid vertraut miteinander und du kannst offen reden. Erzähle, was alles schief läuft und wie du dich fühlst. Oft hilft es einfach, wenn jemand zuhört. Oder erzählt, dass er diese Momente auch kennt.

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  • Nimm dir einen besinnlichen Moment. Vielleicht bist du ja auch religiös, dann gönne dir doch einen Moment im Gebet. Ein Gebet kann unglaublich viel Kraft geben und dir wieder bewusst machen, dass du nicht allein bist.

Was sind deine Tipps für einen anstrengend Tag?

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7 Comment

  1. Reply
    Natalie
    28. September 2016 at 22:40

    Hallo,
    Bin gerade über dein Blog gestolpert,interessante Gedanken dabei.
    Mein Tipp zu deiner Liste oben: Schreib es auf.
    Abends in Ruhe, wenn der Lärm sich gelegt hat.
    Ich erkenne dabei immer wieder Muster, die mir helfen die Nörgelspirale zu durchbrechen,weil ich auf einmal begreife, was dem Knd fehlt, mir fehlt oder wem auch immer.
    Oder ich finde, was mich vor zwei Stunden noch wahnsinnig machte, auf einmal saukomisch, wie ich den Zweijäfhrigen mit den Füßchen im Klo patschend vorfand, weil ich abgelenkt war, während der Teenager mir klar machte, wie unglaublich unfair es ist …
    Und diese Erkenntnis führt mit Glück dazu, dass ich das nächste Mal schon innerlich ein wenig aus der Situation treten kann, und grinsend auf die Geschichte schaue, die ich morgen erzählen kann.
    Liebe Grüße
    Natalie

    1. Reply
      Ida
      29. September 2016 at 16:19

      Das ist eine gute Idee! Ich stelle oft fest, dass sich ähnliche Situationen auf ähnliche Weise wiederholen. Und ich in ähnlicher Weise doof reagiere. Das kann bestimmt vorbeugen.

  2. […] gibt Tage, die sehr anstrengend sind. Besonders im Leben mit kleinen Kindern. Und trotzdem finde ich, dass es einen Unterschied macht, […]

  3. Reply
    Jule
    6. März 2017 at 23:30

    Ein schöner Artikel…Mein kleiner Schatz zahnt gerade wie verrückt und treibt mich in den Wahnsinn…Ich habe auch ein sehr schlechtes Gewissen, weil ich ja weiß das es ihr nicht gut geht aber langsam wird es mit der Geduld schwierig (das ist eh etwas an dem ich arbeite :D) Doofe Tage kennen wir also momentan sehr gut. Vllt hilft ja das akzeptieren 😉

    1. Reply
      Ida
      7. März 2017 at 20:39

      Oh ja, zahnen ist anstrengend! Ich wünsche dir ganz viel Kraft!!

      1. Reply
        Jule
        9. März 2017 at 12:44

        Danke! Es wird tatsächlich langsam besser 🙂 🙂

        1. Reply
          Ida
          12. März 2017 at 22:46

          Das freut mich zu hören!

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